ReviewDynamit

Band
SPIDERS 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #331 
Titel
Shake Electric 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
8.5 

Spinefarm/Universal (33:39)
Ich gebe es zu: Ich finde den Gesang von Ann-Sofie Hoyles supersexy (und auch den hautengen Overall in Leder-Optik; so was trägt sonst ja nur Herr Peters). Aber das ist natürlich nicht der alleinige Grund, warum die SPIDERS mit ihrem neuen Album endgültig zur besten Female-fronted-(Classic-)Rock-Band jenseits der Blues Pills avancieren. Die Spinnen verquicken die Power oller Girlschool (´Control´) mit dem Kleinmädchen-Charme der Runaways sowie dem Hit-Gespür der frühen Heart, packen ´ne Riesenportion Optimismus obendrauf und garnieren das Ganze mit ernsten, nachdenklichen Schlenkern - das Leben ist eben nicht nur Pommes und Disko! Das Anfangs-Triple ´Mad Dog´ (dieser Swing!), ´Shake Electric´ und ´Bleeding Heart´ könnte nicht besser sein, ´Lonely Nights´ groovt bittersüß, und die Ballade ´Hard Times´ zerreißt einem inklusive stibitzter Phil-Lynott-Gesangslinien das Herz. Der Rest des Albums (zehn Tracks in knapp 34 Minuten) fällt kaum ab, und auch das „Drumherum“ stimmt: Die offene, warme Produktion wird flankiert von einem sehenswerten, geschmackvollen Artwork und einer angenehm unprätentiösen, in der Tat sehr schwedischen Attitüde.


Boris Kaiser 8.5

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