ReviewDynamit

Band
ARCH ENEMY 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #325 
Titel
War Eternal 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
8.0 

Century Media/Universal (47:30)
Das gut einminütige, sich dramatisch aufbauende Intro hat was von einem Film-Score, danach beantwortet die für Angela Gossow eingestiegene Alissa White-Gluz die wohl drängendste Frage aller ARCH ENEMY-Fans: Ja, sie kann die Schuhe ihrer Vorgängerin füllen und versucht erst gar nicht, diese zu kopieren. Stattdessen kreischdeibelt sie sich mit nicht ganz so tiefer Stimme wie Frau Gossow durch die Songs ihres Debüts und macht dabei eine mehr als ordentliche Figur. Und auch Nick Cordle, der an der Gitarre Michael Amotts jüngeren Bruder Christopher abgelöst hat, präsentiert sich spieltechnisch auf höchstem Niveau, fügt sich perfekt in die Band ein und dürfte einen großen Anteil am hörbaren Enthusiasmus von Michael haben. Der brilliert mehr denn je mit neoklassischen Leads (´No More Regrets´!), die sogar an Yngwie Malmsteens große Tage erinnern, und schafft es noch so ganz nebenbei, dem knallharten Songmaterial Eingängigkeit und große Melodien zu spendieren. Das packend strukturierte ´You Will Know My Name´, die orchestrierten ´Time Is Black´ und ´Avalanche´ und der Titeltrack zählen zu den Höhepunkten einer erstklassigen, von Jens Bogren (Paradise Lost, Opeth, Kreator) gemixten und gemasterten Scheibe, die mit dem Instrumental ´Not Long For This World´ ausklingt und auch beim x-ten Durchlauf neue Details offenbart. Das ist neben der durchgehenden Qualität des Albums die wohl größte Leistung der Band.


Thomas Kupfer 8.0

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