ReviewDynamit

Band
MEKONG DELTA 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #324 
Titel
In A Mirror Darkly 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
8.0 

Steamhammer/SPV (44:54)
Es ist bewundernswert, mit welch stoischer Konsequenz MEKONG DELTA-Mastermind Ralf Hubert sein Ding durchzieht. Ohne Rücksicht auf aktuelle Prog-Trends, aber auch ohne rührseliges oder berechnendes Wiederkäuen der eigenen Vergangenheit erforscht der notorisch neugierige Avantgarde-Kauz im weiten Feld zwischen Progressive Metal, Thrash und Klassik immer neue Klanglabyrinthe, die vor ihm noch kein Mensch betreten hat. Auch auf „In A Mirror Darkly“ klingen MEKONG DELTA wieder wie keine andere Band auf diesem Planeten und überzeugen mit einer sehr intensiven, düsteren Sci-Fi-Atmosphäre, fabelhaften Um-die-Ecke-Riffs und verschroben-erhabenen Gesangs-Arrangements. Neben den drei gewohnt fabelhaften Instrumentals überzeugen diesmal vor allem die nie zu verkopften, auch melodisch innovativen Ideenfeuerwerke ´The Armageddon Machine´ und ´Hindsight Bias´ und die vergleichsweise simple, sakral-bombastische Midtempo-Hymne ´The Sliver In God´s Eye´, in der der sonst manchmal etwas untergehende Sänger Martin LeMar endlich mal all seine Qualitäten zeigen darf. „In A Mirror Darkly“ ist ein flammendes Plädoyer für tiefenscharfe, fordernde Kunst, geduldiges Zuhören, nachhaltiges Verstehen-Wollen und damit ein wichtiges Statement wider den herrschenden Ex-und-hopp-Zeitgeist. Musik für Menschen, die einen Stephen R. Donaldson in jeder Lebenslage einem Wolfgang Hohlbein vorziehen.


Michael Rensen 8.0

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