ReviewDynamit

Band
BEHEMOTH 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #322 
Titel
The Satanist 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
8.5 

Nuclear Blast/Warner (44:17)
Die letzten Jahre unseres Titelhelden Nergal sind ein klassisches Beispiel dafür, wie schnell eine Welt zusammenbrechen kann: eben noch einer der erfolgreichsten Rockmusiker Polens, dessen größtes Ärgernis seine eigenen, in einer Mischung aus Hysterie und Chihuahua-Kampfgeist dankbar angenommenen Provokationen gegenüber der katholischen Kirche sind, im nächsten Moment gefallen und mit dem Tode ringend. Er hat überlebt, und „The Satanist“ zeigt die bekannten BEHEMOTH so verändert, wie ein solcher Abschnitt es verlangt: Aus der drohenden Sackgasse der letzten beiden Alben hat sich ein neuer, unerwarteter Pfad ergeben, der die Vergangenheit bis zurück zum „Satanica“-Album in Sichtweite hält, aber dennoch schnurstracks gen Horizont marschiert, um ebenjenen zu erweitern. Das Klangbild ist dabei so organisch wie seit „Thelema.6“ nicht mehr, die Songs präsentieren sich fokussiert wie immer, aber abwechslungsreich wie nie. Dabei ist die Vorabsingle ´Blow Your Trumpets Gabriel´ ein typischer BEHEMOTH-Stampfer geworden, ´Amen´ bietet die bekannten Blast-Gewitter, wird jedoch von einem schrillen Chor verstört. Überhaupt werden die bombastischen Elemente souveräner und umfassender denn je eingesetzt. Der Titelsong und das mächtige ´O Father O Satan O Sun´ wälzen sich durch völlig andere Reviere, können aber ebenso überzeugen. Eine starke Rückkehr.


Felix Patzig 8.5

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