ReviewDynamit

Band
BIGELF 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #322 
Titel
Into The Maelstrom 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
9.0 

InsideOut/EMI (62:11)
Vielleicht liegt es daran, dass Transatlantic-Ideensortierer Mike Portnoy seinen neuen Bandkollegen beim Zusammenpuzzeln der 2014er Songs ein wenig geholfen hat, vielleicht ist es auch einfach künstlerische Weiterentwicklung, die „Into The Maelstrom“ zum bislang besten BIGELF-Album macht. Die Amis um Oberkauz Damon Fox haben auf „Into The Maelstrom“ den Jazz-Einschlag etwas zurückgeschraubt, orientieren sich eher an frühen Queen und den experimentelleren Beatles zu „Sgt. Pepper´s...“/„White Album“-Zeiten als an Frank Zappa und Siebziger-King-Crimson und gehen trotz gewohnt hyperorigineller Songstrukturen insgesamt windschnittiger, quasi mit weniger Fransen an der Jeansjacke zur Sache. Der bombastische Opener ´Incredible Time Machine´ ruckelt noch ein wenig sperrig durch die Boxen, doch schon der nachfolgende Space-Rocker ´Hypersleep´ mit seiner an Ayreon erinnernden Fluffigkeit findet trotz der BIGELF-typischen, leicht schmutzigen Ruppigkeit sofort den direkten Weg ins Ohr. Weitere Zungenschnalzer sind der Prog-goes-Disco-Grinser ´Alien Frequency´, die wie die meisten Stücke von überraschend harten Gitarrenriffs getragenen Groover ´The Professor & The Madman´ und ´Control Freak´, das sehr elegant durch diverse Taktarten hüpfende ´Vertigod´, das monumentale Psych-Rock-Epos ´Edge Of Oblivion´ und der völlig abgepfiffene, jenseits des bekannten Raum-Zeit-Kontinuums angesiedelte Achtminüter ´ITM´. Jeder Durchlauf offenbart neue grandiose Details, frühmorgens nimmt man völlig andere geniale Facetten wahr als spätabends. Ein Album für jede Tageszeit - und für die Ewigkeit.


Michael Rensen 9.0

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