ReviewDynamit

Band
TRANSATLANTIC 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #321 
Titel
Kaleidoscope 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
9.0 

InsideOut/EMI (75:50)
Eigentlich kann man diesem vierten TRANSATLANTIC-Studioalbum nur eine einzige Sache vorwerfen, nämlich eine gewisse Berechenbarkeit. Nach dem monolithischen, schwergewichtig-sakralen „The Whirlwind“ kehren die Herren Morse, Portnoy, Trewavas und Stolt zu ihrer bewährten Erfolgsformel zurück und verwöhnen ihre Fans mit zwei ebenso leichtfüßigen wie bombastischen Monumentalepen jenseits der 25-Minuten-Grenze (´Into The Blue´ und ´Kaleidoscope´), zwei geschmackvollen Balladen (dem Spock´s-Beard-artigen ´Shine´ und ´Beyond The Sun´) sowie einer knackigen Hardrock-Nummer (´Black As The Sky´). Die künstlerische Weiterentwicklung offenbart sich erst nach mehrmaligem Hören in den Details: Roine liefert einige der besten Gesangslinien seiner Karriere ab, Mike glänzt mit einfühlsamem Jazz-Drumming, Neal findet sich als charismatischer Fixpunkt auch in härteren, teils fast schon Dream-Theater-würdigen Riff-Passagen wunderbar zurecht, und kompositorisch gelingt es dem Quartett weitestgehend, sich noch klarer von seinen übrigen Bands und Projekten abzugrenzen und gleichzeitig deren aktuelles Schaffen sämtlichst in den Schatten zu stellen. „Kaleidoscope“ ist klassischer Progrock mit diversen eleganten Zappa/Queen/Floyd-Farbtupfern, letztlich aber auch ein kreativer Schmelztiegel, der sehr viel mehr zu bieten hat als nur wohlige Retro-Vibes. Wie enorm viel Seele in den neuen Stücken steckt, merkt man spätestens dann, wenn man die Bonus-CD der Special Edition einlegt, auf der TRANSATLANTIC Klassiker von u.a. Yes, ELO, King Crimson und The Moody Blues gekonnt, aber letztlich ohne wirklichen emotionalen Tiefgang covern.


Michael Rensen 9.0

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