ReviewDynamit

Band
MOTÖRHEAD 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #318 
Titel
Aftershock 
Erscheinungsjahr
2013 
Note
8.0 

UDR/EMI (47:00)
Zu viel Abwechslung hat MOTÖRHEAD-Longplayern in der Vergangenheit eher geschadet, und stilistisches Über-den-Tellerrand-Gucken wurde meist von den falschen Leuten abgefeiert. Aber auf „Aftershock“ funktioniert´s. Endlich wird wieder öfter das Gaspedal durchgetreten, die Rock´n´Roll- und Blues-Standards machen Spaß, und die Abweichler (das fragil-balladeske ´Dust And Glass´ und das ein AC/DC-Riff mit ´Eat The Rich´-Phrasierung zusammenbastelnde ´Keep Your Powder Dry´) funktionieren nicht nur, weil sie aus der Reihe tanzen, sondern weil sie einfach GUT sind. Zudem rauschten seit über 30 Jahren nicht mehr so viele Motör-Songs punktgenau bei ca. drei Minuten über die Ziellinie. Mindestens ebenso wichtig ist, dass allzu typische, latent unauffällige Kilmister/Campbell/Dee-Tracks (von Götz passend als „moderne MOTÖRHEAD“ schubladisiert), die man schon beim dritten Durchlauf rigoros wegklickt, in der Minderheit bleiben. Lemmy klingt zudem für seine gegenwärtigen gesundheitlichen Verhältnisse besser, als man befürchten musste. Und was Phil Campbell an coolen Riffs und für Kopfhörerabfahrten prädestinierten Kabinettstückchen auspackt, sollte auch diejenigen überzeugen, die den Kauf eines neuen Motör-Albums inzwischen nicht mehr so wirklich nötig finden.


Jan Jaedike 8.0

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