ReviewDynamit

Band
TWILIGHT OF THE GODS 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #317 
Titel
Fire On The Mountain 
Erscheinungsjahr
2013 
Note
9.5 

Season Mist/Soulfood (42:31)
Neben der neuen Atlantean Kodex ist es vor allem diese Scheibe, die meine Anlage in den letzten Wochen am meisten beansprucht hat. Das von Primordials Alan Averill gestartete Bathory-Tribute-Projekt ist mittlerweile eine eigenständige Band geworden und präsentiert uns ein hammergeiles Debüt, das mal eben so ziemlich alles wegbläst! Schon der obergeile Opener ´Destiny Forged In Blood´ trifft mit seinem unwiderstehlichen „This is a heathen metal call to arms!“-Chorus mitten in jedes schwarze Herz und macht zwei Dinge ganz deutlich: TWILIGHT OF THE GODS orientieren sich nicht länger an Bathory, sondern an alten Manowar - und Alan Averill hat eine überraschend starke „echte“ Metal-Stimme. Zudem reiht er in seinen Texten, das hat er ja schon bei Primordial oft genug gezeigt, die Schlagwörter so gekonnt aneinander, dass man als Headbanger automatisch die Faust ballt und mitbrüllen möchte. Genau das zeichnet die ganz Großen aus! Bestes Beispiel: der Volltreffer ´Preacher Man´. Die Verbindung aus einem knallharten Superriff, Alans eindringlicher Stimme und dem intelligenten, aber völlig ungekünstelten Text erzielt maximale Wirkung. Selbiges trifft auf ´Sword Of Damocles´ zu: Besser kann dramatischer, pathetischer, aber immer bodenständiger Heavy Metal einfach nicht sein! Das erreicht in weiten Teilen tatsächlich altes Manowar-Niveau und übertrifft 95 Prozent aller heutigen True-Metal-Veröffentlichungen.
Die sieben langen Songs sind meist im Midtempo gehalten und deshalb umso heavier. Im direkten Vergleich zu den ebenfalls göttlichen Primordial gehen TWILIGHT OF THE GODS sogar als die etwas härtere Band durchs Ziel. Da auch die Produktion (mächtige Drums und Gitarren, klarer, souveräner Gesang, viel Luft zum Atmen an den richtigen Stellen) perfekt ist, kann ich beim besten Willen kein Haar in der Suppe ausmachen. Apropos mächtige Drums: Nick Barker, der hier an der Schießbude sitzt, hat jedes Pfund seines Körpergewichts in die wohldosierten Beats gelegt und für meinen Geschmack noch nie besser getrommelt. Auch die beiden Gitarristen Patrik Lindgren und Rune Eriksen übertreffen ihre anderen, teils ehemaligen Wirkungsstätten (u.a. Thyrfing, Aura Noir, Mayhem) hier deutlich. Dieses Killeralbum wird mich für viele Wochen und Monate begleiten, so viel ist sicher.


Götz Kühnemund 9.5

AMAZONEMPFEHLUNG

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen