ReviewDynamit

Band
EXTOL 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #314 
Titel
Extol 
Erscheinungsjahr
2013 
Note
8.5 

Indie/Edel (46:30)
Die ersten Töne von ´Open The Gates´, dem zweiten Song des neuen EXTOL-Albums, rufen vor allem ein Wort hervor: Djent. Aber man sollte das nicht überbewerten, denn schon ´Wastelands´, das nächste Stück, beginnt wie ein alter Morbid-Angel-Track, hat dabei aber ´nen technoid-melodischen Refrain sowie ein Dream-Theater-Gedächtnissolo verpasst bekommen, und der Opener ´Betrayal´ klang eh wie ´ne relativ bandtypische Mixtur aus Voivod, Death, Cynic und Devin Townsend, man muss sich nur noch ´ne Spur neue Enslaved dazudenken. Dass hier in nur einem Satz sieben Bandnamen gefallen sind, heißt aber nicht, dass man EXTOL als Copycats bezeichnen muss, im Gegenteil: Ihr Stil, der vor allem auf „Synergy“ (2003) und „The Blueprint Dives“ (2005) in voller Pracht erstrahlte, ist auch 2013 auf dem Comeback kaum zu fassen und tatsächlich einmal mehr - keine Floskel! - progressiv im herkömmlichen Sinne. Das unglaublich brillant gezockte Material, von Jens Bogren, der ja durchaus zur Austauschbarkeit neigt, perfekt in Szene gesetzt, verliert auch nach intensivster Auseinandersetzung kein Jota an Klasse und lässt einen einmal mehr staunend zurück: Warum um alles in der Welt spielt diese fantastische Combo außerhalb ihrer Heimat Norwegen kaum eine Rolle, warum gilt sie nicht längst als wichtiges Puzzleteil der Progressive-Metal-Geschichte? Liebe Genrefans: „Extol“ ist ein Pflichtkauf!


Boris Kaiser 8.5

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