ReviewDynamit

Band
GOLDEN VOID 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #308 
Titel
Golden Void 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
8.0 

Thrill Jockey/Rough Trade (36:22)
Wer sich nach einem Hawkwind-Song benennt, macht von vornherein unmissverständlich klar, was den Hörer erwartet. Und weil die Mitglieder von GOLDEN VOID bereits jahrelange Erfahrungen in Bands wie Earthless, Eyes, Justin Pinkerton und Assemble Head In Sunburst Sound gesammelt haben und somit alles andere als unerfahrene Hasen sind, bringt man von der soundtechnischen Seite schon mal alles mit, was für eine intensive Reise in psychedelische Klangwelten benötigt wird: spacige Fuzz-Gitarren, gigantische Hallräume, furztrockene und ehrliche Drums, samtig blubbernde Orgelsounds sowie eine warme Produktion im Allgemeinen. „Ey, das ist so Krautrock! Den Song mit ein paar Leuten im Auto auf dem Weg zu einem Konzert hören und vorher ordentlich einen quarzen. Entweder quasseln alle wild durcheinander, wie geil das ist, oder kein Mensch sagt ´nen Ton.“ Das meint unser Layouter Frittz ziemlich treffend, als das Quartett bei ´The Curve´ das Tempo anzieht, um das überwiegend im getragenen Midtempo gehaltene Songmaterial aufzulockern. Im Großen und Ganzen beweisen GOLDEN VOID auf ihrem selbstbetitelten Debüt ein ziemlich gutes Gespür für gestraffte und funktionierende Arrangements, intensive Dynamik sowie eine wohltemperierte Atmosphäre, und sie verlieren sich nie in selbstverliebtem, ausuferndem Gegniedel, wie es in diesem Genre sonst leider zu häufig passiert. Ist „Golden Void“ also tatsächlich das beste Psychedelic-Rock-Debüt seit Jahren, wie es das Label der Band behauptet? Nun ja, zumindest 2012 ist keinem Newcomer ein besseres gelungen.


Andreas Himmelstein 8.0

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