ReviewDynamit

Band
GOJIRA 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #302 
Titel
L´Enfant Sauvage 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
9.0 

Roadrunner/Warner (52:47)
Nein, GOJIRA gehören wirklich nicht zu den beinahe unzähligen Acts, bei denen man immer wieder auf die Frühwerke zurückgreifen will, ganz im Gegenteil: Diese Band wird immer besser, und mittlerweile ist sie beängstigend gut. Auf ihrem fünften vollen Album besteigen die Franzosen endgültig den Thron, und wem Voivod - die Combo, die früher das war, was GOJIRA heute sind - spätestens seit „Negatron“ ein bisschen zu sehr ohne wirkliches Ziel rumeiern, wird sich über diese Zepterübergabe auch keineswegs ärgern. Als was man GOJIRA dabei beschreibt, ist relativ nebensächlich: Althergebrachtes wie Prog, (Techno-)Thrash und Death Metal legieren, das Ergebnis ist moderner, anspruchsvoller Metal für Herz UND Hirn, diese Musik lässt einen vor der Bühne begeistert das Leben umarmen, sie bleibt aber auch unter dem Kopfhörer mehr als spannend und wirft dabei (unbequeme) Fragen auf. Dass die Band zudem technisch zu den großartigsten, versiertesten, beeindruckendsten weltweit zählt (es gibt z.B. nur sehr, sehr wenige Metal-Drummer, die Mario Duplantier das Wasser reichen können), verkommt fast schon zur Randnotiz, wenn man sich auf die Songs konzentriert: Vor allem der Titeltrack, ´The Axe´, ´Liquid Fire´ und ´The Gift Of Guilt´ sind mit ihrer Mischung aus absoluter Härte, unglaublichem Groove sowie gottgegebenen Melodien und Harmonien (diese Gitarren!) ohne jeden Zweifel die 2012er Messlatte nicht nur in ihrem Bereich. Das „Wolfskind“ („L´Enfant Sauvage“) kann ohne Zweifel sehr, sehr nett sein - aber es ist auch eine wilde, bissige, gar tollwütige Bestie, die Respekt einfordert.  


Boris Kaiser 9.0

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