ReviewDynamit

Band
STORM CORROSION 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #300 
Titel
Storm Corrosion 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
8.5 

Roadrunner/Warner (47:56)
Wer vom kreativen Aufeinandertreffen der Prog-Titanen Steven Wilson (Porcupine Tree) und Mikael Akerfeldt (Opeth) ein Frickelrock-Überalbum erwartet hatte, wird „Storm Corrosion“ wenig abgewinnen können, denn die CD kommt ohne verzerrte Gitarren und herkömmliche Drum-Arrangements aus. Sehr düsterer traditioneller englischer Folk trifft auf typische Opeth-Akustikgitarren und feinfühlige Gänsehaut-Soundscapes, wie sie auch schon Wilsons letzte Solorille „Grace For Drowning“ veredelten. Schnöde Hits gibt´s hier keine, dafür aber sechs faszinierende, größtenteils überlange Klangreisen, die eher von ihrer atmosphärischen Intensität als von irgendwelchen Prog-Nerd-Spielereien leben. „Storm Corrosion“ ist etwas völlig Eigenständiges, ein unaufgeregtes und gerade deshalb beeindruckendes Nebeneinander von Einflüssen, die mehrere Jahrhunderte umspannen, und jeder halbwegs aufgeschlossene Musikliebhaber, der nicht gerade an ADHS im Endstadium leidet, dürfte spätestens nach drei, vier konzentrierten Durchläufen in den emotionalen Untiefen der „Death Folk Murder Ballads“ versinken.


Michael Rensen 8.5

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