ReviewDynamit

Band
IMPALED NAZARENE 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #285 
Titel
Road To The Octagon 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
8.0 

Osmose/Twilight (33:30)

Meine Fresse, was ein Brett! Man muss schon starke Nerven haben, um diesen - elften - IMPALED NAZARENE-Longplayer vom Opener ´Enlightenment Process´ bis zum abschließenden ´Rhetoric Infernal´ am Stück durchzustehen, obwohl die Gesamtspielzeit mit 33:30 Minuten an der unteren Schmerzgrenze liegt. Schreihals Mika (inzwischen einziges Gründungsmitglied der Band) eröffnet ein Dauerfeuer, das selbst IMPALED NAZARENE-Fans noch überraschen dürfte. Trotzdem fällt das Ganze nicht langweilig oder monoton aus, denn die Finnen haben - wie ihre Helden Exciter - nach wie vor ein Gespür für Eingängigkeit und manchmal sogar für hymnische Parts. Beste Beispiele: die Dampfwalze ´Under Attack´, die das letzte Exciter-Album im Alleingang an die Wand bläst, oder ´Rhetoric Infernal´, das schleppende, tonnenschwere, melodische Parts enthält.
Die punkige Energie von IMPALED NAZARENE erinnert an extremste Exploited-Großtaten, obwohl man sich unterm Strich immer innerhalb der (Black-)Metal-Grenzen bewegt. Die gezielten Provokationen innerhalb der Texte sind, das dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, als derbster Sarkasmus zu werten. Wer sich ernsthaft angegriffen fühlt („angel rectums under attack...“ - oder hab ich mich da verhört?), tappt in die altbekannte Slayer-Falle.


Götz Kühnemund 8.0

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