ReviewDynamit

Band
FORBIDDEN 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #282 
Titel
Omega Wave 
Erscheinungsjahr
2010 
Note
8.0 

Es ist dasselbe Strickmuster wie bei ihren Bay-Area-Kollegen Death Angel und Heathen: Dem Auftritt beim „Thrash Of The Titans“-Festival im Jahre 2001 folgen einige europäische Festival-Auftritte, ehe die Überlegung zur Reunion konkret und ein neues Album in Angriff genommen wird. 13 Jahre nach dem letzten, experimentellen Studioalbum „Green“ melden sich nun auch FORBIDDEN mit ihrem Comeback-Album zurück und kombinieren auf „Omega Wave“ ihr unüberhörbar von der alten Bay-Area-Schule beeinflusstes Riffing mit komplexen Songstrukturen und Vokal-Arrangements, die klarmachen, dass Frontmann Russ Anderson auch heute noch zu den variabelsten Stimmen des Hochgeschwindigkeits-Metal gehört. Ob prägnante Rob-Halford-Gedächtnis-Screams bei Tracks wie ´Overthrow´ und ´Adapt Or Die´, extrem melodiöse Vocal-Lines in einer Nummer wie dem komplexen ´Swine´ oder der Power-Ballade ´Dragging My Cascet´, Ozzy-Referenzen (!) bei ´Immortal Wounds´ und ´Inhuman Race´ oder straightes Thrash-Gebelle beim Knaller ´Forsaken At The Gates´ - Anderson beherrscht nach wie vor alle Metal-Facetten aus dem Effeff. Ironischerweise ist es vermutlich gerade dieser besonderen Stärke geschuldet, dass es einige Durchläufe braucht, ehe sich diverse Finessen dem Hörer erschließen, denn anfangs geht so manches Detail im Ideenfeuerwerk des kongenialen Gitarrenduos Locicero/Smyth unter.
Eine eingängige Thrash-Metal-Platte mit Mitgröl-Hymnen ist „Omega Wave“ also nicht, aber das konnte man von FORBIDDEN, die schon immer ein wenig subtiler als das Gros ihrer Genrekollegen zu Werke gingen, auch nicht wirklich erwarten.


Thomas Kupfer 8.0

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