ReviewDVD - Musik

Band
SOILWORK 
Kategorie
DVD - Musik 
Heft
RH #335 
Titel
Live In The Heart Of Helsinki 
Erscheinungsjahr
2015 
Note

(Nuclear Blast/Warner)
Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des gefeierten „The Living Infinite“-Doppelalbums legen SOILWORK ihre erste Live-DVD/Blu-ray vor. Die Tracklist fällt mit 23 Kompositionen aus allen Schaffensphasen der Schweden mehr als überzeugend aus, zusätzlich gibt es noch zwei Gastauftritte (Nightwish-Fronterin Floor Jansen und Sonic-Syndicate-Sänger Nathan J. Biggs) zu bestaunen. Allerdings ist man in letzter Zeit bezüglich außergewöhnlicher Locations bei DVD-Recordings etwas verwöhnt worden. Wo andere Bands in exotischen Ländern oder auf großen Festivals aufzeichnen lassen, dient auf „Live In The Heart Of Helsinki“ lediglich eine visuell recht unspektakuläre Clubshow als Kulisse, bei der zudem das Wahnsinnsspiel von Drummer Dirk Verbeuren viel zu selten ins Bild gerückt wird. Punkten kann das Package allerdings mit einem ausgewogenen Sound (auch wenn manche Gesänge nicht sehr live klingen) und der interessanten „Spectrum Of Eternity“-Doku, die einen kurzen Abriss über die Bandhistorie gibt. Insgesamt eine solide Angelegenheit, mit der weder SOILWORK-Maniacs noch Neueinsteiger etwas falsch machen können.
Drei Fragen an SOILWORK-Fronter Björn „Speed“ Strid:

Wieso habt ihr Helsinki zum Aufnahmeort eurer ersten Live-DVD erkoren?
»Wir haben eine lange und starke Beziehung zu Finnland. Als das Angebot reinkam, fühlte es sich einfach richtig an. Wir haben in Finnland eine sehr loyale Fanbase, und Helsinki passte zudem perfekt, weil unser letztes Album so melancholisch ausgefallen ist.«

War es hart, eine Setlist zusammenzustellen, die all eure Alben berücksichtigt?
»Absolut! Wir haben versucht, nicht zu nostalgisch zu werden, und wollten unser aktuelles Album nicht komplett hinten anstellen. Es war uns aber auch sehr wichtig, dass jeder Longplayer in der Setlist repräsentiert wird.«
Hand aufs Herz: Wie viele Overdubs habt ihr bei den Vocals eingesetzt?
»Es gibt einige kleine Änderungen, aber nichts Großes. Wir haben nicht mehr bearbeitet als jede andere Metalband heutzutage. Was man hört, ist SOILWORK live, wir haben definitiv einige Fehler drin gelassen. Ich denke, es ist wichtig, jungen Musikern zu zeigen, dass Fehler okay sind, besonders in Zeiten, in denen Metal so perfekt klingt. Wir haben Spaß auf der Bühne und interagieren mit dem Publikum, anstatt uns nur darauf zu konzentrieren, perfekt zu spielen.« (rb)


Ronny Bittner

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