ReviewDVD - Musik

Band
OZZY OSBOURNE 
Kategorie
DVD - Musik 
Heft
RH #296 
Titel
God Bless Ozzy Osbourne 
Erscheinungsjahr
2011 
Note

(Eagle Vision/Edel)
Wenn OZZYs Filius Jack in dem gemeinsamen Interview mit seinem Vater sagt, dass es ihm bei „God Bless Ozzy Osbourne“ vor allem darum ging, den Menschen hinter der Person OZZY OSBOURNE mit all seinen Facetten herauszuarbeiten, kann der Zuschauer konstatieren, dass genau dieser Ansatz zu hundert Prozent umgesetzt worden ist. Wir lernen Essenzielles über OZZYs Kindheitstage (am Ende des Films kehrt der „Prince of Darkness“ besuchsweise in sein Elternhaus zurück), werden Zeuge, wie er mit Black Sabbath die Welt erobert, böse abstürzt, danach als Solokünstler ein unglaubliches Comeback hinlegt und persönliche Tiefschläge wie den Tod seines besten Freundes und Gitarristen Randy Rhoads oder die Scheidung von seiner ersten Ehefrau verarbeitet. Alleine die Stationen seiner 40-jährigen Karriere im Rock´n´Roll-Business, die von umfangreichem Archivmaterial und Interviews seiner Mitmusiker und Freunde begleitet werden, hätten für einen guten Film gereicht. Was die knapp zweistündige Doku aber wirklich herausragend macht, ist die Tatsache, dass man in ihrem Verlauf tatsächlich den Menschen OZZY OSBOURNE kennenlernt. Und zwar mit seinen Stärken, aber auch seinen Schwächen, die dem Film zu emotionaler Tiefe verhelfen. Fast vier Jahrzehnte hat es gebraucht, ehe OZZY sich von Drogen und Alkohol, die nicht nur ihm, sondern vor allem seiner Familie das Leben zur Hölle machten, lösen konnte. Eine Zeitspanne voller derber Abstürze, aber eben auch eine mit einem Happy End, das den Überlebenswillen des Briten zeigt. Da ist es nur fair, dass sich sogar Sir Paul McCartney im Interview zu der Bedeutung von Black Sabbath äußert. Fasste doch OZZY, ein Die-hard-Fan der Fab Four, den Entschluss, Rockstar zu werden, nachdem er im Radio den Beatles-Hit ´She Loves You´ gehört hatte.


Thomas Kupfer

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