ReviewDemo-Review

Band
DOOMCULT 
Kategorie
Demo-Review 
Heft
RH #356 
Titel
Life All End 
Erscheinungsjahr
2016 
Note

Passend zur einsetzenden dunklen Winterzeit und den damit einhergehenden kürzeren Tagen hat mir Ronny das DOOMCULT-Demo zugesteckt. Die Holländer machen nämlich Nägel mit Köpfen und beziehen sich stilistisch auf Anathema, Paradise Lost und My Dying Bride, also die unheilige Peaceville-Dreifaltigkeit der Neunziger, finden aber auch eine Band wie Urfaust ziemlich toll. Sagen sie zumindest, um gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass sie keinen Grunz- oder Klargesang favorisieren, sondern sich lieber einige Growls und Geschrei spendieren. Der passende Soundtrack also für den potenziellen Suizidversuch in der düsteren Jahreszeit? Mitnichten, denn lässt man das pathetische Infogeschwurbel außen vor, dann bietet „Life All End“ nichts anderes als typischen Doom, der wegen der theatralischen Vocals ab und zu an Bands wie Hell erinnert, gleichzeitig aber auch die Gefahr in sich birgt, ein wenig zu viel „Hui Buh – Das Schlossgespenst“-Feeling zu transportieren. Es ist halt doch immer ein schmaler Grat zwischen echter Doom-Düsternis und belächelnswertem Gehabe.
* Davon, dass die Holländer, die für ihr Machwerk schon diverse gute Reviews im Underground einheimsen konnten, größtenteils auf der richtigen Seite unterwegs sind, könnt ihr euch unter www.facebook.com/doomcultmetal überzeugen und den Silberling für 6,99 Euro zuzüglich Porto abgreifen.


Thomas Kupfer

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