ReviewDemo-Review

Band
GODSGROUND 
Kategorie
Demo-Review 
Heft
RH #355 
Titel
The Golden Age 
Erscheinungsjahr
2016 
Note

TIPP DES MONATS

München ist seit Jahren ein fruchtbarer Schoß für Stoner-Sounds jeglicher Härtegrade. Eine der heißesten neuen Bands nennt sich GODSGROUND und durfte zuletzt für die schwedischen Durchstarter Hypnos eröffnen. 2012 gegründet, debütierten GODSGROUND vor einem halben Jahr mit der EP „Mosquitoes“, jetzt gibt´s den Nachschlag in Form des abendfüllenden „The Golden Age“, mit dem sich das Quartett auch überregional ins Bewusstsein beamen sollte. Vom beherzt losgroovenden ´Hunted Man´ bis zum garagenpunkigen Rausschmeißer ´Deeds Of A Drunken Boy´ nähren die Oberbayern den dringenden Verdacht, dass sie das Mojo eingesackt haben, das Zodiac jüngst abhanden gekommen ist. Auf „The Golden Age“ gibt´s keinerlei Mainstream-Anbiederungen, sondern fuzzig-flüssige Riffs und Psychedelic-Exkursionen, die mit einer Souveränität arrangiert wurden, für die Kadavar drei Platten benötigten. ´Nashville´ (Anspieltipp!) federt wie deren ´Last Living Dinosaur´ und zitiert im Vorbeihüpfen Jimi Hendrix´ ´The Wind Cries Mary´, das gemächlich fließende ´Black Roses´ beglückt im Abgang mit abgepfiffenen Doppel-Leads, ehe der Titelsong in bester „Badmotorfinger“-Manier zunächst alles plattwalzt, um einem danach mit einem herbstsonnigen Refrain wieder auf die Beine zu helfen. Das von Hieronymus Bosch inspirierte Covergemälde wertet die Eigenproduktion weiter auf.
* Unter godsground.bandcamp.com  lässt sich die schmucke CD für schmales Geld abgreifen.


Ludwig Krammer

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