ReviewDemo-Review

Band
EXORCHRIST 
Kategorie
Demo-Review 
Heft
RH #343 
Titel
Perimortem 
Erscheinungsjahr
2015 
Note

(23:12)
Headbanger der alten Schule dürften sich noch an Vendetta aus Schweinfurt erinnern. Immerhin führten die Unterfranken Mitte/Ende der Achtziger gemeinsam mit Acts wie Assassin, Deathrow, Paradox & Co. die zweite Garde mit dem Gütesiegel „Thrash made in Germany“ an und konnten mit den Noise-Records-Veröffentlichungen „Go And Live... Stay And Die“ (1987) und „Brain Damage“ (1988) zwei dicke Ausrufezeichen setzen. In EXORCHRIST lebt der Spirit der Combo ein Stück weiter, auch wenn mit Gitarrist Achim „Daxx“ Hömerlein, der auch noch den Bass auf „Perimortem“ eingespielt hat, nur ein ehemaliges Vendetta-Mitglied zu hören ist. Zudem geht das von Hatred-Shouter Matthias „Bacchus“ Mauer und Paradox-Boss Charly Steinhauer (Soli, Produktion) vervollständigte Bandprojekt bei herrlich old-schooligen, flotten Abrissbirnen wie ´Down At Zero´, ´Belladonna´ oder dem Instrumental ´To End All Wars´ eine Ecke ruppiger zu Werke als Hömerleins alte Truppe, die sich an den frühen Metallica orientierte. Dass das Schlagzeug am Computer programmiert wurde - Angelo Sasso lebt! -, ist zwar schade, aber wenigstens ist Daxx so ehrlich, das offen zuzugeben. Ansonsten ist bei den Jungs alles im grünen Bereich, ergo ein Deal bei einem kleineren Label kein Ding der Unmöglichkeit, falls aus EXORCHRIST eine richtige Kapelle werden sollte.
* Wer die Fünf-Track-CD haben will, soll einen Fünf-Euro-Schein in einen Umschlag packen und das Ganze an folgende Anschrift schicken: Achim Hömerlein, Ellerweg 15, 97461 Hofheim. Wem diese Zahlungsweise zu altmodisch ist, kann Daxx ja mal unter ahoemerlein@gmail.com fragen, ob es auch einfacher geht.


Uwe "Buffo" Schnädelbach

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