ReviewDemo-Review

Band
INKVISITOR 
Kategorie
Demo-Review 
Heft
RH #342 
Titel
Doctrine Of Damnation 
Erscheinungsjahr
2015 
Note

(39:24)
Finnland war nie als großer Thrash-Exporteur bekannt, doch seit dem internationalen Erfolg von Lost Society tut sich was im Land der tausend Seen. INKVISITOR aus Jyväskylä legen mit „Doctrine Of Damnation“ ihr Full-length-Debüt vor, nachdem die Band mit der „Delirous Tales“-EP bereits 2014 auf sich aufmerksam machen konnte (und damit in RH 326 an dieser Stelle vorgestellt wurde). „Doctrine Of Damnation“ nimmt Abschied von den Party-Themen der EP, bleibt aber den komplexen Arrangements treu, die sich mit Warbringer-Gewaltausbrüchen die Klinke in die Hand geben. An der Eingängigkeit der Refrains kann das Quintett hingegen noch etwas feilen. Anscheinend findet die Band Gefallen an der deutschen Sprache. So gibt´s diesmal nicht nur einen Song auf Deutsch (´Eine Box (Mobile Shredding Unit)´), sondern auch das beiliegende Info wurde eingedeutscht, allerdings mehr schlecht als recht. Kostprobe gefällig? Kauderwelsch wie „´Eine Box (Mobile Shredding Unit)´ ist ein auf Deutsch gesungener Song, und es geht um die tödlichen Sachen, was passiert zum Mensch in einer gigantischen Mikrowelle“ oder semantische Irrtümer wie „´Nothing To Live For´ hat ein Thema von großer Verzweiflung und Limbo“ sorgen in den Redaktionshallen für Schmunzeln.
* Wenn ihr die Scheibe unter inkvisitor.bandcamp.com für zehn Euro ordert, tanzen INKVISITOR bestimmt eine Runde Limbo im Limbus für euch.


Ronny Bittner

AMAZONEMPFEHLUNG