ReviewBuch

Kategorie
Buch 
Heft
RH #320 
Titel
CITY BABY – FROM HIGHGATE TO HAWAII... LIFE, AND GBH. 
Erscheinungsjahr
2013 
Note

Ross Lomas mit Steve Pottinger
(Ignite Books)
Metallica trugen ihre Shirts, bis sie ihnen vom Leib fielen, Slayer haben ihren Classic ´Sick Boy´ gecovert: Die britischen Hardcore-Punks GBH gehörten Anfang der Achtziger zu den Acts, die Speed und Dreck in den Metal brachten. In 60 kurz(weilig)en Kapiteln erzählt Bassist Ross Lomas seine Lebensgeschichte, die natürlich zu einem Gutteil aus seiner GBH-Karriere besteht, aber auch lesenswertes Privates (Ross ist wahrscheinlich Autist, aber zumindest mit diversen Zwangsneurosen ausgestattet) bietet. Mit 16 fliegt er von der Schule, weil er einem Lehrer eine scheuert, wird Punkrocker (indem er zunächst wagemutig den obersten Knopf seiner Schuluniform öffnet), steigt bei GBH ein, lernt NACH der Veröffentlichung der Debütscheibe sogar sein Instrument zu stimmen und stürmt die Charts. Es folgt ein mit britischem Humor, aber keineswegs oberflächlich geschriebenes Durcheinander aus Karrierehochs und -tiefs, Drogeneskapaden, Schlägereien (auch gern innerhalb der Band), Straßenschlachten, Vorstrafen, Selbstmordgedanken, kommenden und gehenden Ehefrauen und Ärger mit politkorrekten Kampflesben. Gastauftritte haben u.a. Demon, Colin Richardson, die Backstreet Boys, der Papst und ein „Haufen langhaariger Hippies“ namens Metallica. Dazu gibt´s diverse Fotos. Man muss kein GBH-Fan sein, um das bislang nur auf Englisch erhältliche „City Baby...“ absolut großartig zu finden.


Jan Jaedike

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