ReviewBuch

Kategorie
Buch 
Heft
RH #297 
Titel
PROMISED LAND OF HEAVY METAL 
Erscheinungsjahr
2012 
Note

(Cyclone Empire)
Unter dem Titel „Promised Land Of Heavy Metal“ kann man sich eigentlich alles und nichts vorstellen. Daher ist es etwas unglücklich, dass das eigentliche Thema, das Faszinosum der finnischen Metalszene, noch nicht mal in einem erklärenden Untertitel erwähnt wird. Produziert wurde die Doku von dem gebürtigen Finnen Kimmo Kuusniemi, der Ende der Siebzieger mit seiner Band Sarcofagus zu den Geburtshelfern der finnischen Szene zählte, allerdings nie die Lorbeeren für seine Pionierarbeit ernten konnte. Kuusniemi, der schon seit Jahren in Großbritannien lebt, kehrte für die „Promised Land...“-Filmarbeiten nach Finnland zurück, um zu untersuchen, warum Heavy Metal heute ausgerechnet in dem kleinen Land einen so hohen Stellenwert besitzt. Kimmo würde dabei gern auf dem Level eines Sam Dunn agieren, kann das hohe Niveau des kanadischen Dokumentarfilmers (u.a. „A Headbanger's Journey“, „Global Metal“) aber sowohl auf inhaltlicher als auch auf technischer Ebene nicht halten. Während die handwerklichen Mängel wie schwankende Bild- und Tonqualität noch verschmerzbar sind, fallen die inhaltlichen Schwächen mehr ins Gewicht: Zu oft driftet die Doku auf das Thema „Heavy Metal im Allgemeinen“ ab, anstatt sich explizit auf die Entwicklung in Finnland zu konzentrieren.
Dennoch landen Kimmo und sein Team einige Treffer: U.a. liefern die Besuche auf der finnischen Metal-Expo und dem Tuska-Festival sehenswertes Material. Ein Sahnehäubchen ist das Interview mit der finnischen Präsidentin Tarja Halonen, die sich absolut positiv über der Erfolg von finnischen Metalbands, allen voran natürlich Lordi, äußert. Der De-luxe-Edition liegt eine Bonus-CD mit 20 Tracks finnischer Metal-Bands bei.


Ronny Bittner

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