ReviewBuch

Kategorie
Buch 
Heft
RH #297 
Titel
HEAVY METAL STUDIES 
Erscheinungsjahr
2012 
Note

Band I: Lyrics und Intertextualität
Roman Bartosch
(Verlag Nicole Schmenk)
„Lyrics und Intertextualität“ ist der erste Teil einer neuen Buchreihe, in der sich Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Thema Heavy Metal beschäftigen. Herausgeber ist der Schlagzeuger von Path Of Golconda, Roman Bartosch. Der 160 Seiten umfassende erste Band (auch im Rock-Hard-Shop erhältlich), der sich mit Einflüssen und Wurzeln ausgewählter Metal-Texte beschäftigt, ist unterteilt in neun Aufsätze, von denen die vier erstgenannten am interessantesten sind: „Deutsche Literatur als Vorlage für Heavy-Metal-Lyrics“, „Metal-Lyrics als (sub-)kultureller Ausdruck in autoritären Systemen“, „Von Walt Whitman zu Wolves In The Throne Room“, „Zur Darstellung und Funktion von Natur in den Lyrics norwegischer Metal-Bands“, „Mediale Inszenierung von Tod und Gewalt im Death Metal“, „Von Roben und Kutten in Cultural Studies“, „Mesopotamische Mythen im Metal“, „Zur Asgard Saga von Manowar und Wolfgang Hohlbein“ und „Kanon-Subversion und Geschlechts(de)konstruktion in den Lyrics von Cradle Of Filth“. Die Aufsätze enthalten - die Überschriften deuten es bereits an - eine Menge Akademiker-Jargon, wenngleich die Autoren um eine verständliche Alltagssprache bemüht sind. Inhaltlich gibt es Altbekanntes, aber auch neue Erkenntnisse - ich wusste z.B. nicht, dass Rammsteins Song ´Du riechst so gut´ von Patrick Süskinds „Das Parfum“ inspiriert wurde.


Conny Schiffbauer

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