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Titel
PAUL SALTZMAN - Die Beatles in Indien 
Note

(Schwarzkopf&Schwarzkopf)

Anfang 1968 befinden sich die Beatles auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere. Doch die vier Liverpooler sind unzufrieden. Trotz Ruhm und Reichtum sind die "Fab Four" weiterhin auf der Suche nach innerem Frieden und neuen, spirituellen Erfahrungen. Fernab von Fans, Presse und anderem weltlichen Rummel finden George, John, Paul und Ringo im Ashram des Maharishi in Rishikesh (Indien) Zuflucht. Als der kanadische Fotograf und Filmemacher Paul Saltzman kurze Zeit später dort eintrifft, sind die Tore des Ashram für ihn jedoch zunächst verschlossen. Acht Tage lang campiert er in einem Zelt, bis sich plötzlich die Tore öffnen. Und der 24-Jährige kann seinen Augen kaum trauen. Unrasiert, entspannt und sonnengebräunt sitzen sie da, spielen Gitarre (große Teile des "Weißen Albums" entstanden in dieser Zeit) und hängen ihren Gedanken nach. Neben den BEATLES und ihren Familien trifft Saltzman Mia Farrow, die sich gerade von Frank Sinatra getrennt hatte, Folksänger Donavan (Leitch) und Beach-Boys-Sänger Mike Love. Die äußerst privaten und intimen Fotos verschwinden danach in einem Schuhkarton und erblicken erst jetzt, nach knapp vierzig Jahren, wieder das Licht der Öffentlichkeit. Mit "Die Beatles in Indien" ist dem Schwarzkopf&Schwarzkopf-Verlag wieder einmal ein exzellenter, über 100-seitiger Prachtband gelungen, der nicht nur mit seinem DIN-A3-Schmuckschuber überzeugt, sondern in der Kombination aus Fotos und lebendig erzählten Anekdoten auch ein bisher eher unterrepräsentiertes Kapitel in der Geschichte der BEATLES weiter aufhellt.


Mike Borrink

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