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Kategorie
Buch 
Heft
RH #191 
Note

Ein Buch über GRAVE DIGGER? Geben die denn überhaupt genügend Stoff dafür her? Und ob sie das tun! Gerade weil wir es hier mit keiner platinveredelten Mega-Band zu tun haben, ist das rund 230 Seiten starke Werk so lesenswert. Klingt unlogisch? Mag sein. Stimmt aber.
Das dreiköpfige Autorenteam hat die Aufbruchstimmung der frühen deutschen Metal-Szene gut eingefangen, die Freundschaft, aber auch die Eifersüchteleien unter den Bands unterhaltsam geschildert, Pannen und Fehlschläge nicht verschwiegen, Erfolge hautnah erlebbar gemacht und allerlei Archivmaterial (alte Kritiken, Artikel und Fotos) zusammengetragen. Man bekommt einen echten Einblick in die Karriere einer erfolgreichen, aber nicht unbedingt vom Glück verfolgten Band, die stellvertretend für viele andere der deutschen Szene steht. Ich habe das Buch (das es neben der regulären Version auch in einer limitierten, signierten "Deluxe-Edition" mit einer 8-Track-Bonus-CD gibt) jedenfalls mit großem Vergnügen in einem Rutsch gelesen.
Zu beziehen ist das Teil über den Rock-Hard-Shop (www.rockhard.de).


Götz Kühnemund

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