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Titel
D:A:D - DISNEYLAND AFTER DARK (Eigenverlag) 
Note

Holy Moly - was für eine Biographie! Nicht nur, daß D:A:D momentan mit ihrem exzellenten Doppel-Live-Album von sich reden machen, nein, jetzt gibt es für alle Anhänger der Band auch noch das definitive Nachschlagewerk „Disneyland After Dark“. Was auf den ersten Blick wie eines dieser berühmt-berüchtigten, weil meist niveaulosen Fotobücher aussieht, entpuppt sich schon nach wenigen Seiten als hochinteressante Dokumentation der bisherigen Bandkarriere.
Ausgehend von dem Eine-Million-Dollar-Deal, den die Band 1989 in den Vereinigten Staaten bei Warner unterzeichnete, beleuchten die beiden Autoren den Werdegang des dänischen Quartetts und sparen dabei nicht mit Insiderinformationen und Anekdoten. Den 14. September des Jahres 1989 zum Stichtag zu erheben, ist angesichts der Tatsache, daß „die dänische Rockwelt an diesem Tag ihre Unschuld verlor“ und endlich eine einheimische Band auf internationalem Level für Aufsehen sorgte, nur logisch. Zumal das Buch beweist, daß es keine riesigen Geldmittel und Beziehungen braucht, um in diesem Geschäft etwas zu erreichen. Auch D:A:D hatten am Anfang ihrer Karriere nicht mehr als eine Menge guter Ideen und den unbedingten Durchhaltewillen - daß es für den Titel „erfolgreichste Rockband Dänemarks“, diverse Edelmetallauszeichnungen und Ehrungen reichen sollte, haben D:A:D bei der Bandgründung im Jahr 1982 vermutlich nicht erwartet.
Schön, daß es trotzdem geklappt hat, denn sonst wäre uns diese englischsprachige Biographie vermutlich verwehrt geblieben. Neben den bereits erwähnten Insidergeschichten gibt´s im Anhang mit einer ausführlichen Videographie, einer Discographie und der Auflistung fast aller D:A:D-Konzerte noch reichlich Stoff für Statistik-Freaks. Für 24 Dollar (inkl. Porto) kann die Schwarte über die Homepage der Band (www.D-A-D.com) geordert werden. Für Fans ein absolutes Muß.


Thomas Kupfer

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