ReviewArschbombe

Band
AMARANTHE 
Kategorie
Arschbombe 
Heft
RH #354 
Titel
Maximalism 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
3.0 

Spinefarm/Universal (40:11)
Die Musik von AMARANTHE war im Rock Hard aufgrund ihrer Pop-Affinität schon immer ein Streitfall, das neue Album setzt der bisherigen Entwicklung allerdings die Krone auf: Auf „Maximalism“ spielt Pop eine wesentlich größere Rolle als der melodische (Death-)Metal-Anteil. Eigentlich sind es bis auf wenige Ausnahmen reinrassige Gebrauchs-Popsongs (oftmals mit elendiger Eurodance-Schlagseite), die mit E-Gitarren und einigen Growls unterlegt werden. Die Hooks sind zwar recht stark (wenn auch größtenteils aus der Popwelt zusammengeklaut), aber: Wer braucht das? Wenn ich gute Popmusik hören möchte, greife ich zu den Originalen, da nervt dann auch kein Krümelmonster-Gesang im Hintergrund. Und wenn ich Metal hören will, steht mir ein ganzes Universum an coolen Bands zur Verfügung. Pop und Metal in dieser Form zu vermischen, verwässert die (eh recht gegensätzlichen) Ideen hinter den beiden Spielarten, womit AMARANTHE so kredibil wie Britney Spears mit ihrem Joan-Jett-Cover ´I Love Rock´n´Roll´ sind. Nicht falsch verstehen: Es ist musikalisch alles erlaubt. Es ist aber auch erlaubt, das aus guten Gründen scheiße zu finden.


Ronny Bittner 3.0

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