ReviewArschbombe

Band
N.C.C. 
Kategorie
Arschbombe 
Heft
RH #200 
Titel
Paranormal Nanodivision 
Note
1.5 

(32:37)
Irgendwie wirken N.C.C. (oder Negligent Collateral Collapse, wie sie ganz ausgeschrieben heißen) auf den ersten Blick ganz sympathisch. Witzige Songtitel wie ´Technology Spells Doom For Popular Relationship-Maintaining´, ´Implanting Lego´ oder ´Cockroach´s Motor Neurons 666 Hz Microprocessor´ versprechen guten Spaß; auch das Bandmotto „Grind For Nasa Physicists“ ist schön obskur. Leider ist die Mucke einfach nur mies.
Okay, Grindcore hatte noch nie was mit filigraner Technik oder ausgereiftem Songwriting zu tun. Aber ein bisschen Talent darf´s halt schon sein. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass die legendäre Frankfurter Metal-Kapelle Scum, deren Mitglied ich Ende der Achtziger sein durfte, weitaus mehr Talent hatte als diese Herren hier. Und Scum waren schon verdammt schlecht... Anders ausgedrückt: Derjenige, der bei unserer Jubiläumsverlosung das Anfänger-Set mit Gitarre und Verstärker gewinnt, wird schon in wenigen Wochen bessere Riffs schreiben als N.C.C.
Okay, der Drummer ist nicht sooooo übel (falls das nicht ein Computer ist); auf einen Sänger verzichtet die Combo dafür komplett. Stattdessen hat man am örtlichen Teich während der Paarungszeit der Kröten mal das Mikro draufgehalten und danach fleißig gesampelt. Interessant, dass man aus derartigem Gequake echte Vocals machen kann - oder habe ich da was falsch verstanden?


Frank Albrecht 1.5

AMAZONEMPFEHLUNG