ReviewArschbombe

Band
HARDLINE 
Kategorie
Arschbombe 
Heft
RH #198 
Titel
Live At The Gods Festival 2002 
Note
0.0 

(75:09)
Erst Jeff Scott Soto, dann Harem Scarem und jetzt Hardline. Bald haben wir sie alle: die komplette „Live At The Gods Festival 2002“-Edition. Einmal als Audio-CD und einmal als DVD. Schließlich braucht der Mensch gelegentlich auch mal was fürs Auge.
Im Falle der aufgezeichneten Show von HARDLINE dürfte ein derartiges Filmchen ganz besonders amüsant sein. Irgendwo endet nämlich die eigene Fantasie, und man beginnt, Fragen zu stellen. Zum Beispiel, wie um Himmels willen derart grausame Backingvocals entstehen. Messer im Rücken? Dampfwalze auf dem Fuß? HARDLINEs „Live At The Gods Festival 2002“ wird es uns zeigen. Zwei Backgroundsängerinnen (darunter Gudrun Laos) und ein Backgroundsänger geben hier jedenfalls alles. Besonders bei ´Face The Night´ nach exakt zwei Minuten und zwölf Sekunden. Einfach drüber lachen? Nein. Immerhin haben wir es hier mit HARDLINE zu tun - jener Band, die mit „Double Eclipse“ Hardrock-Geschichte schrieb und vor einem Jahr ein gutes Comeback an den Start brachte. In der hier präsentierten Form verlieren aber sogar die Songs des phänomenalen Erstlings ihren Reiz, denn Monster-Sänger Johnny Gioeli alleine kann den Karren auch nicht wieder aus dem Dreck ziehen. Zum Heulen!
Die Kompromisslosigkeit, mit der Herr und Frau Frontiers ein ganzes Genre ausschlachten, nimmt immer obskurere Formen an. Und es ist zu befürchten, dass bis zum Start der zweiten Staffel „Live At The Gods“ (sprich: der Veröffentlichung der diesjährigen Auftritte von Talisman, Bob Catley und Royal Hunt) noch einige Aufnahmen aus der Backstage-Künstlertoilette dieses Festivals auf uns warten. Drum legt „Double Eclipse“ auf und zündet eine Kerze an. Es kommen wieder bessere Tage.


Daniel Böhm 0.0

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