ReviewArschbombe

Band
STAR QUEEN 
Kategorie
Arschbombe 
Heft
RH #188 
Titel
Faithbringer 
Note
1.0 

(43:50)
Jahahaaaa! Die schlechteste Platte des Jahres ist da! "Faithbringer" wirkt wie die perfekte Parodie auf Rhapsody-Pathos, Malmsteen-Gedudel und Nightwish-Gejaule, ist aber absolut ernst gemeint und deshalb anderen "Arschbomben", die von untalentierten, aber sympathischen Kids oder bemitleidenswerten Rohrkrepierern eingespielt wurden, auf der Schäbi-Metal-Skala haushoch überlegen! Eine in allen erdenklichen (schrägen) Tonlagen "brillierende" Sängerin, ein wild an den Songs vorbeifiedelnder Gitarrist, ein völlig unpassend und grottenschlecht programmierter Drumcomputer (dieser Sound! Wahnsinn!) und ein völlig überzogener, pseudo-intellektueller Text-Anspruch sind die einzigartigen Zutaten eines ganz besonders leckeren Scheibchens, das man sich am besten unterm Kopfhörer mit dem (von hanebüchenen Fehlern wimmelnden) Booklet in der Hand gönnt. Ich habe wirklich selten so gute Laune beim Anhören eines "Konzeptalbums" gehabt! Halleluja!
Würde ich den "Macher" hinter diesem einzigartigen Projekt, Lars Eric Mattsson, nicht als ernsthaften Musiker kennen - ich würde schwören, dass es sich hier um ein paar geniale Spaßvögel handelt, die uns ein paar heitere Stündchen bescheren wollen. Dass das Ganze todernst gemeint ist und vor Pathos trieft, macht die Sache aber natürlich noch viel reizvoller. Deshalb solltet ihr "Faithbringer" unbedingt einsacken, bevor dieses Juwel, dieses göttliche Kleinod des "symphonischen Metal" im Dunkel der Geschichte verschwindet. Eure Parties sind dann bis ans Ende aller Tage gerettet!
Besonders gelungen: das gesanglich unerreichte Ende von ´Kill Your Idol´ (die Kopfstimme des Jahrhunderts!) und das an Dramatik nicht zu übertreffende Zwischenspiel ´Wonderland´...


Götz Kühnemund 1.0

AMAZONEMPFEHLUNG