ReviewAlbum

Band
USURPRESS 
Kategorie
Album 
Heft
RH #371 
Titel
Interregnum 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.5 

Agonia/Soulfood (39:07)
Schon mit dem 2016 erschienenen „The Regal Tribe“ hatten sich die Schweden-Deather USURPRESS aufgeschlossen für Experimente gezeigt. Dass das keine Verirrung, sondern ein Schritt auf einem planvoll beschrittenen Weg ist, zeigt „Interregnum“. Im Opener ´A Place In The Pantheon´ fallen als Erstes die neuen, weich klingenden Streicher auf, die der Ambient/Trance-Keyboarder Erik Sundström zur kaum verzerrten Gitarre und Spoken Words spendiert. Auch wenn das Gitarrenspiel Fahrt aufnimmt, werden sich Scheuklappen-Death-Metaller, die USURPRESS vom 2012er „Trenches Of The Netherworld“ kennen und schätzen, in einem Prog-Albtraum wähnen. Das elegant-leichtfüßige Death-Metal-´Interregnum´ währt nur kurz. ´In Books Without Pages´ pendelt mit den größten Ausschlägen zwischen den Polen düsterer Bar-Jazz mit Prog-Anklängen sowie Death-Metal-Eruption. In den nächsten drei Songs verweben USURPRESS Death Metal und Retro-Prog enger und homogener miteinander, bevor sie den Hörer mit gefälligem Düster-Rock entlassen. Das Label Agonia apostrophiert „eine unheilige Kombination aus Camel und Bolt Thrower, die irgendwie einwandfrei funktioniert“, und hat damit trotz großer Worte recht.


Gretha Breuer 8.5

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