ReviewAlbum des Monats

Band
TENSION 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #20 
Titel
Breaking Point 
Note
9.5 

Mit "Breaking Point" erscheint jetzt auch endlich das bereits von vielen langerwartete und zurecht mit Vorschußlorbeeren bedachte Debüt von TENSION, die früher noch Deuce hießen (jawoll, die !!!). Die Band besteht seit neun Jahren und hat in der Zwischenzeit ca. zwölf mehr oder weniger erfolgreiche Demos sowie die Single 'l'm Saved/Bad Boys' veröffentlicht. An gutem Songmaterial mangelt es der Band also gottseidank nicht. Von der Ur-Besetzung ist lediglich Vokalist Tom Gattis, der eigentliche Kopf und Gründer von Deuce, übriggeblieben. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Geschichte der Band war wohl das kurze Gastspiel von Supergitarrist Marty Friedman, der jedoch nicht lange blieb und dann ja bekanntlich Vixen und die bereits legendären Hawaii gründete. "Breaking Point" enthält absolute Klassiker, die so ziemlich das ganze Spektrum des Heavy Metal abdecken. Schon der Opener 'One Nation' zeigt, wo's langgeht. Geiler, schneller (kein Thrash!!!) US-Metal, wie man ihn schon gar nicht mehr gewöhnt ist. Überragende Vocals, super Riffs und Soli, eben eine musikalische Leistung, die ihresgleichen sucht, sind Merkmale dieser Supertruppe. Weiter geht's mit den zwei Speedkrachern 'Wrecking Crew' und 'Reach For Your Sword' sowie dem Oldie 'Angels From The Past' (Ähnlichkeiten mit Vixens 'Angels From The Dust' sind durchaus beabsichtigt). Was soll man dazu noch sagen? Richtig, lieber nichts - und stattdessen die Scheibe umdrehen. Auf Seite zwei folgen noch Stücke wie 'W.O.C', 'Shock Treatment', 'The Downfall Of Evil', 'Metal Paranoia' und 'Seduced', alles Tracks, die man einfach kennen muß und die trotz ihres Alters nichts von ihrer ursprünglichen Power und Intensität verloren haben. Ein Album ohne Schwachpunkte also, und somit kann ich ruhigen Gewissens die 9,5 geben. Für mich die LP des Monats und der erste Höhepunkt des neuen Jahres. Fazit: Was lange währt, wird endlich gut.


Wolfgang Schäfer 9.5

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