ReviewAlbum des Monats

Band
AUDREY HORNE 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #368 
Titel
Blackout 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
9.0 

Napalm/Universal (42:30)
Okay, es ist Jammern auf hohem Niveau, aber Tatsache ist, dass „Pure Heavy“, das letzte AUDREY HORNE-Studioalbum, nicht ganz die Klasse seiner Vorgänger hatte. Frontmann Toschie redet im Rock-Hard-Interview denn auch nicht lange um den heißen Brei herum oder versteckt sich hinter Worthülsen, sondern gibt offen und ehrlich zu, dass die Band das inzwischen genauso sieht. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Für „Blackout“ hat man sich mehr Zeit gegeben, drei Jahre sind seit der Veröffentlichung von „Pure Heavy“ vergangen, und das norwegische Classic-Rock-Powerhouse hat das Songmaterial einem harten Auswahltest unterzogen, monatelang gesiebt und präsentiert letzten Endes die Essenz dessen, was die Band schon seit Beginn ihrer Karriere aumacht. Niemand versteht es so scheinbar spielerisch leicht, Classic-Rock-Einflüsse in zeitgemäß klingende Songs zu integrieren, wie die fünf Norweger, die musikalisch noch dazu zum Besten gehören, was die Rock-Szene zu bieten hat. „Blackout“ ist ein Gute-Laune-Album vor dem Herrn, gespickt mit Querverweisen zu den größten musikalischen Einflüssen der Band und mit einem Haufen großartiger Refrains und Melodien ausgestattet. Das hymnenhafte ´Audrevolution´ dürfte schnell zum Live-Favoriten avancieren, für das Titelstück hat man augenzwinkernd ein Scorpions-artiges Lead adaptiert, ´Satellite´ verblüfft zum Ende hin mit einem Santana-Touch, und der Albumcloser ´Rose Alley´ geht als lupenreine Thin-Lizzy-Huldigung durch. „Blackout“ ist nicht nur ein exzellentes Album, sondern in seiner Gesamtheit ein äußerst geschmackvoller Streifzug durch die Hardrock-Historie, den der Hörer kostenlos mitgeliefert bekommt.


DISKOGRAFIE

No Hay Banda (2005)
Le Fol (2007)
Audrey Horne (2009)
Youngblood (2013)
Pure Heavy (2014)
Blackout (2018)


LINE-UP

Torkjell „Toschie“ Rød (v.)
Arve „Ice Dale“ Isdal (g.)
Thomas Tofthagen (g.)
Espen Lien (b.)
Kjetil Greve (dr.)


DIE PATEN

Wer auf folgende Acts steht, dürfte auch auf „Blackout“ abfahren:

Thin Lizzy * Black Star Riders * Scorpions * Rainbow * Deep Purple * Kiss * Ozzy Osbourne * Sahg * Aerosmith * Van Halen * UFO * Tygers Of Pan Tang * Horisont * Robert Pehrsson´s Humbucker * Black Trip


Thomas Kupfer 9.0

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