ReviewAlbum des Monats

Band
THE DOOMSDAY KINGDOM 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #359 
Titel
The Doomsday Kingdom 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.0 

Nuclear Blast/Warner (52:17)
So ganz verstehe ich das aktuelle Schaffen von Leif Edling nicht, ehrlich gesagt: Wie entscheidet er, welche Songs bei Candlemass landen (deren 2016er „Death Thy Lover“-EP bisher kein Album folgte) und welche für die stilistisch nicht sooo weit entfernten Avatarium und nun eben THE DOOMSDAY KINGDOM bestimmt sind, bei denen wiederum auch Avatarium-Gitarrist Marcus Jidell eine bedeutsame Rolle spielt? Und was ist eigentlich mit den nie aufgelösten Krux? Man weiß es nicht, man steckt nicht drin... Sicher ist nur, dass auch „The Doomsday Kingdom“, das erste Album nach der „Never Machine“-EP, wunderbar auskomponierten, oft doomigen, zudem stark und druckvoll produzierten Heavy Metal enthält, der eine deutliche Neunziger-Skandi-Schlagseite aufweist und damit ein kleines bisschen an Abstrakt Algebra (eine weitere olle Edling-Truppe) erinnert, noch viel mehr aber an Combos wie Memento Mori, Memory Garden oder weniger sakrale Veni Domine. Das bereits bekannte ´The Never Machine´ gehört auch hier zu den Höhepunkten, ´Silent Kingdom´ ist ein überraschend energetischer Einstieg, als Spitze des Eisbergs entpuppt sich nach ausführlicher Beschäftigung allerdings das weit hinten „versteckte“ ´The Silence´ mit seinen - nomen est omen - partiell balladesken Anflügen, die Wolf-Frontmann Niklas Stålvind kaum weniger charmant vermittelt, als es Jennie-Ann Smith bei Avatarium tun würde. Auch wenn diese natürlich der größere Blickfang bleibt...
DISKOGRAFIE

Never Machine (EP, 2016)
The Doomsday Kingdom (2017)


LINE-UP

Niklas Stålvind (v.)
Marcus Jidell (g.)
Leif Edling (b.)
Andreas Johansson (dr.)


Boris Kaiser 8.0

AMAZONEMPFEHLUNG