ReviewAlbum des Monats

Band
ROBERT PEHRSSON´S HUMBUCKER 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #319 
Titel
Robert Pehrsson´s Humbucker 
Erscheinungsjahr
2013 
Note
9.5 

High Roller/Soulfood (30:05)
Seit ca. zwei Jahrzehnten ist ROBERT PEHRSSON als Gitarrist in der schwedischen Szene aktiv und Anhängern von Bands wie Death Breath, Thunder Express, Imperial State Electric oder Slingblade ein Begriff. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat er nun beschlossen, sich nicht weiter mit der Rolle des Sidekicks zufriedenzugeben, und er haut mal eben ein Soloalbum raus, das Fans des typisch schwedischen High-Energy-Rock Freudentränen in die Augen treibt und es ohne Wenn und Aber mit einem absoluten Genre-Highlight wie „High Visibility“ von The Hellacopters aufnehmen kann.
Stimmlich ist Robert seinem besten Kumpel Nicke Andersson gar nicht unähnlich, dazu kommen sein unglaublich ausgeprägtes Gespür für brillante Melodien, die sich nicht nur auf unmittelbar in den Gehörgängen festklebende Refrains wie bei ´Serious´ oder ´Who Else Is On Your Mind´ beschränken, und zahlreiche geschmackssichere, exzellente, gerne zweistimmig vorgetragene Leadgitarren-Licks, die Songs wie ´Haunt My Mind´, ´Serious´ und ´Mezmerizing Shadows´ einen unverwechselbaren Signature-Stempel aufdrücken und mit betörendem Thin-Lizzy-Vibe glänzen. Dass Robert für „Humbucker“ mit Nicke Andersson, Dolf De Borst und Tomas Eriksson (Imperial State Electric), Peter Stjärnvind (Nifelheim, Black Trip), Joseph Tholl (Enforcer, Black Trip), Robert Eriksson (ex-The-Hellacopters), Olle Dahlstedt (Entombed) und Johan Bäckman (Necrocurse) zudem eine ganze Armee an schwedischen Szenegrößen zur Unterstützung ins Studio locken konnte, ist bei der außergewöhnlichen Klasse der neun Songs fast schon eine unbedeutende Randnotiz.
Und bevor wieder die notorischen Nörgler auf den Plan treten und an der zu kurzen Spielzeit von ca. einer halben Stunde herummeckern: Beschwert ihr euch auch, wenn eure Frau/Freundin von der Shopping-Tour im rattenscharfen Minirock nach Hause kommt, dass sie viel zu viel Kohle für viel zu wenig Stoff ausgegeben hat? Na also!

Und das sagt Robert Pehrsson zu „Humbucker“:

»Wow! Ich bin total von den Socken, sehr glücklich und unheimlich stolz, dass meine Scheibe zum „Album des Monats“ gekürt wurde! Das bedeutet mir sehr viel, weil es meine erste Soloplatte ist. Ich habe einige von euch dieses Jahr auf dem Rock Hard Festival getroffen, als ich dort mit Slingblade gespielt habe. Es war eine großartige Show, und vor allem sollte man die fantastische Party danach nicht vergessen. Nachdem ich meine letzte Band Dundertåget verlassen und ein bisschen Zeit hatte, nahm mein Soloalbum Gestalt an. High Roller Records machten mir ein Angebot, allerdings war ich zunächst unsicher, ob es schon der passende Zeitpunkt hierfür wäre. Aber Nicke Andersson und ein paar andere Freunde überredeten mich, es zu machen, und boten mir gleichzeitig Hilfe bei Drums und Bass an. Es hat fast ein Jahr gedauert, die Scheibe aufzunehmen. Es kamen Tourneen dazwischen, meine Mutter wurde krank und starb traurigerweise während dieser Zeit, und schlussendlich ging auch noch meine langjährige Beziehung in die Brüche. Es war also ein ziemlich turbulentes Jahr, und diese Dinge haben ganz sicher ihre Spuren auf dem Album hinterlassen. Auch wenn es letztendlich lange gedauert hat, bis das Album fertig war, habe ich mir in dieser Zeit immer wieder gesagt, dass ich es durchziehe, denn am Ende würde ich sicherlich stolz und froh darüber sein. Und jetzt fühlt es sich wirklich gut an.«

DISKOGRAFIE
Robert Pehrsson´s Humbucker (2013)


DIE PATEN
Falls euch folgende Bands zusagen, werdet ihr auch mit „Humbucker“ eine Menge Spaß haben:

The Hellacopters * Thin Lizzy * Imperial State Electric * The Doits * The Sewergrooves * Gluecifer * The Solution * Dundertåget * Thunder Express * Radio Birdman * The Hydromatics * The Nomads * The Datsuns * MC5 * Michael Monroe * Backyard Babies * Bloodlights * The Peephows * ZZ Top * Deep Purple * Led Zeppelin * Rainbow * Neil Young * Tom Petty & The Heartbreakers * Dinosaur Jr. * Kiss * Fleetwood Mac * UFO


Andreas Himmelstein 9.5

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