ReviewAlbum des Monats

Band
PENNYWISE 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #300 
Titel
All Or Nothing 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
8.5 

Epitaph/Indigo (37:17)
Plattenfirma, geht´s noch? Im „Waschzettel“ zur neuen PENNYWISE-Scheibe zu verschweigen, dass bei den Herrschaften aus Südkalifornien inzwischen Ignite-Gesangsikone Zoli Téglás am Mikro steht, ist ein Sakrileg, selbst wenn die Gesangslinien auf „All Or Nothing“ nicht so stark auf den „Klaus Meine des Hardcore“ zugeschnitten sind wie bei seiner Hauptband.
Ansonsten gibt es am zehnten Studioalbum von Gitarrenhüne Fletcher Dragge und Konsorten nicht das Geringste auszusetzen. Im Gegenteil: Mit ´Revolution´ und ´Let Us Hear Your Voice´ haben die Amis zwei Melodycore-Kracher am Start, die auf jeder Bad-Religion-Scheibe eine gute Figur machen würden. Da auch der Rest der Songs prima ins Ohr geht und Zolis Stimme unterm Strich gut zur Mucke passt, kann man „All Or Nothing“ getrost als bestes PENNYWISE-Album seit „About Time“ aus dem Jahre 1995 bezeichnen.

DISKOGRAFIE (nur Studioalben)
Pennywise (1991)
Unknown Road (1993)
About Time (1995)
Full Circle (1997)
Straight Ahead (1999)
Land Of The Free? (2001)
From The Ashes (2003)
The Fuse (2005)
Reason To Believe (2008)
All Or Nothing (2012)

LINE-UP
Fletcher Dragge (g.)
Zoli Téglás (v.)
Randy Bradbury (b.)
Byron McMackin (dr.)

DIE PATEN
Wer auf die folgenden Bands abfährt, dürfte auch an „All Or Nothing“ seine helle Freude haben:
Bad Religion * Ignite * Millencolin * Gorilla Biscuits * NOFX * Lagwagon * Rise Against * Green Day * The Offspring * Death By Stereo * Good Riddance * Sum 41

Das sagen Basser Randy Bradbury und Gitarrist Fletcher Dragge zu „All Or Nothing“:
»Wir wussten, dass für uns viel auf dem Spiel stand und wir die beste Scheibe unserer Karriere schreiben mussten. Ich denke, das ist uns auch gelungen, obwohl das im Endeffekt natürlich die Fans entscheiden. Ich für meinen Teil bin auf alle Fälle sehr stolz auf „All Or Nothing“. Das letzte Mal war ich bei der „Full Circle“ aus dem Jahre 1997 so aufgeregt.« (Brad)
»Für mich hat es sich so angefühlt, als wären wir während der Songwritingphase zu unseren Wurzeln zurückgekehrt - das heißt, es gab viele hitzige Diskussionen untereinander. So sind früher unsere besten Platten entstanden – wenn wir uns gegenseitig angeschrien haben und dabei manchmal sogar Dinge zu Bruch gegangen sind. Am Ende des Tages ist „All Or Nothing“ eine laute, harte, schnelle und aggressive Punkrockscheibe, also das, was wir am besten können.« (Fletcher)


Uwe "Buffo" Schnädelbach 8.5

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