ReviewAlbum des Monats

Band
UNDERTOW 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #272 
Titel
Don´t Pray To The Ashes... 
Note
9.0 

Prevision/Soulfood (51:15)
Eine „richtige“ Doom-Band waren UNDERTOW ja eh noch nie, und mittlerweile sind die Songs mit gemäßigtem Tempo bei den Schwaben deutlich in der Unterzahl. Mit den beiden abschließenden Krachern ´File Under Unexpected´ und ´Drenched In Gasoline´ haben sie diesmal sogar zwei lupenreine Thrash-Arschtreter im Angebot. Und genau diese gesunde Mischung macht „Don´t Pray To The Ashes...“ zu einem solch wertvollen Album. Den Fans der ersten Stunde sei gesagt, dass es UNDERTOW natürlich auch immer noch im gemächlichen Tempo können. Wenn sie in bester Crowbar-Manier in Tracks wie ´Smoke Garden´ und ´Still Waiting´ oder das Type-0-mäßige ´Beyond Dreaming´ all ihre Emotionen legen, wenn Sänger Joschi seinen ganzen Seelenschmerz in ergreifenden Melodielinien freien Lauf lässt, dann lässt das einfach niemanden kalt. Aber wie schon eingangs erwähnt: Dominant sind auf dieser Platte die etwas flotteren, hart groovenden Nummern, die eine stilistische Nähe zu Acts wie Disturbed, Pro-Pain, (älteren) Prong oder Machine Head suchen, ohne dabei die eigene Identität zu vernachlässigen. Das ist alles griffig, eingängig, sauber produziert, rundum stimmig. Daher sei hier eine DRINGENDE Kaufempfehlung ausgesprochen.

DISKOGRAFIE
Slope (1997)
Harm On E (1999)
Unit E (2002)
34CE (2003)
Milgram (2006)
Don´t Pray To The Ashes... (2009)

LINE-UP
Joachim „Joschi“ Baschin (v./g.)
Thomas „UnderTom“ Jentzsch (b.)
Rainer Pflanz (dr.)

DIE PATEN
Wer auf die folgenden Bands steht, könnte auch an „Don´t Pray To The Ashes...“ Gefallen finden:
Crowbar * Pro-Pain * Helmet * Machine Head * Disturbed * Prong * Down * C.O.C. * Tungsten * Redrum Inc. * Type 0 Negative * Pist-On

Das sagt UNDERTOW-Bassist Thomas Jentzsch zu „Don´t Pray To The Ashes...“:
»„Don´t Pray To The Ashes...“ ist ein über Jahre gewachsenes Album, das wir ohne Label im Rücken selbst finanziert haben. Es gab also keinerlei Input oder zeitliche Vorgaben von außen bzw. von Labelseite. Wir finden, es ist eine konsequente Weiterverfolgung des mit „Milgram“ eingeschlagenen Wegs, ohne jedoch die Innovation außen vor zu lassen. Es gibt ein paar Elemente, die neu sind im Bandkosmos - zum Beispiel ist das Schlagzeug dieses Mal genau so, wie wir es haben wollten, und wir sind wohl etwas härter als früher. Zudem zeigt uns das Album größtenteils so, wie wir auch live sind.«


Frank Albrecht 9.0

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