ReviewAlbum des Monats

Band
WOLF 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #288 
Titel
Legions Of Bastards 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
9.0 

Century Media/EMI (52:40)
Gäbe es eine Band wie WOLF noch nicht, man müsste sie glatt erfinden. Man hört zu jeder Sekunde, mit wie viel Freude die Schweden bei der Sache sind und wie viel Arbeit sie in diese Platte gesteckt haben. Das ist rassiger Heavy Metal, der jederzeit Respekt vor den Idolen zeigt, aber auch genügend eigene Wege geht. True bis zum Abwinken, aber ohne Scheu vor frischen Ideen. Und mit einem reinrassigen Metalsound ausgestattet, der sich aber auch dem aktuellen Stand der Studiotechnik nicht verschließt. Eine Liebeserklärung an Priest, Maiden, Mercyful Fate - oder Sabbath zu ihrer Dio-Phase (´Road To Hell´). Gleichzeitig aber auch ein Manifest der eigenen Stärken. Ein stimmiges Gesamtpaket, bei dem man stets das Gefühl hat, jede Songidee hat genügend Zeit bekommen, um zu reifen und sich zu entwickeln. Neu sind dabei höchstens ein ganz dezenter Rock´n´Roll-Touch, der hier und da auftaucht, und etwas mehr Schmutz in Niklas Stålvinds Stimme. Oder einfach zusammengefasst: ein verdammt geiles Stück Heavy Metal.

DISKOGRAFIE
Wolf (2000)
Black Wings (2002)
Evil Star (2004)
The Black Flame (2006)
Ravenous (2009)
Legions Of Bastards (2011)

LINE-UP
Niklas Stålvind (v., g.)
Johannes Axeman (g.)
Anders Modd (b.)
Richard Holmgren (dr.)

DIE PATEN
Wer folgende Bands mag, dürfte auch an WOLF seine Freude haben:
Iron Maiden * Judas Priest * Saxon * Mercyful Fate * Accept * Metal Church * Malice * Mystic Prophecy * Omen * Riot * Vicious Rumors * Steel Prophet * Helstar * Cloven Hoof * Cauldron * White Wizzard

Und das sagt Sänger/Gitarrist Niklas Stålvind zu „Legions Of Bastards“:
»Es gab keinen Masterplan für "Legions Of Bastards". Wir wollten schlichtweg eine Scheibe machen, die es mit ihren Vorgängerwerken aufnehmen kann. Wir haben in einer Tour Songs komponiert und viele Ideen, die uns ans Herz gewachsen waren, wieder fallen gelassen - so lange, bis wir alle zu einhundert Prozent zufrieden waren. Diese Album kommt von Herzen, tief aus unseren Eingeweiden; wir mussten manchmal unsere Gehirne abschalten und unseren Inspirationen folgen - wohin auch immer sie uns führen wollten. Natürlich haben wir diese Platte auch für unsere Fans geschrieben, aber in erster Linie für uns selbst. Wir wollten keine Kompromisse eingehen, sondern eine Scheibe aufnehmen, die wir auch selbst gerne hören. Wenn "Legions Of Bastards" auch anderen Leuten gefällt, macht uns das natürlich mehr als nur glücklich!«


Frank Albrecht 9.0

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