ReviewAlbum des Monats

Band
BULLET 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #285 
Titel
Highway Pirates 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
9.0 

Black Lodge/Rough Trade (39:28)

Auch wenn bei einer Band wie BULLET keine großen stilistischen Wechsel zu erwarten sind, überrascht „Highway Pirates“ beim ersten Durchlauf mit einem deutlich höheren Rock´n´Roll-Anteil im Vergleich zu den beiden Vorgängern. Es gibt wesentlich weniger Accept, aber dafür mehr Def Leppard, Saxon, Judas Priest & Co. aus den Zeiten, als diese Bands den wirklich harten Hardrock der späten siebziger und frühen achtziger Jahre nach und nach zu Stahl formten. Hinzu kommt noch ein bisschen kerniger Aussie-Pubrock (´Stay Wild´ hätte auch locker auf einem der beiden Airbourne-Alben Platz gefunden), und fertig ist ein verdammt geiles, räudig rockendes Old-School-Album an der perfekten Schnittstelle zwischen Hardrock und Heavy Metal. Insgesamt klingt das alles noch deutlich reifer, runder und natürlicher, und zahlreiche verdammt geile Singalongs lassen die Vorfreude auf die hoffentlich bald anstehen Liveauftritte der Schweden in die Höhe schnellen und bescheren schon mal einen mächtigen Vordurst. Verdammt geil!

DISKOGRAFIE

Heavy Metal Highway (7“, 2002)
Speeding In The Night (EP, 2003)
Heading For The Top (2006)
Bite The Bullet (2008)
Highway Pirates (2011)


LINE-UP

Hell Hofer (v.)
Hampus Klang (g.)
Erik Almström (g.)
Adam Hector (b.)
Gustav Hjortsjö (dr.)


DIE PATEN

Wer folgende Bands mag, dürfte auch auf BULLET stehen:

Judas Priest, Saxon, Krokus, Accept, Airbourne, AC/DC, New American Shame, The Poor, Rhino Bucket


Und das sagt Gitarrist Hampus Klang zu „Highway Pirates“:

»Für mich ist „Highway Pirates“ ein Statement, dass Nieten, enge Hosen, Lederjacken, Marshall-Amps, laute Gitarren und lange Haare immer noch am geilsten sind. Im Vergleich zu unseren ersten beiden Platten sind die Songs abwechslungsreicher. Wir haben einen besseren Mix aus Metal, Rock sowie coolen und humorvollen Parts. Zudem haben wir es endlich geschafft, den Gitarrensound hinzubekommen, den wir eigentlich schon auf dem ersten Album haben wollten - die perfekte Kombination aus Rock´n´Roll und Heavy Metal. Und natürlich sind wir mittlerweile älter und hässlicher.«


Andreas Himmelstein 9.0

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