ReviewAlbum des Monats

Band
AC/DC 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #259 
Titel
Black Ice 
Erscheinungsjahr
2008 
Note
8.0 

Columbia/SonyBMG (55:39)
Wenn eine der verlässlichsten Konstanten im Rock´n´Roll-Zirkus ein neues Album am Start hat, geht es eigentlich nicht um die Frage, was veröffentlicht wird, sondern wann es veröffentlicht wird. Dass AC/DC keinen Klassiker mehr im Stile von „Back In Black“ oder „Highway To Hell“ rausbringen werden, steht außer Frage - so ein Album dürfte wohl von kaum jemandem erwartet werden. Beschränken wir uns also auf die Vergleiche mit den letzten Studioalben der Band, und hier hat „Black Ice“ die Nase vorn. Die Gitarrenarbeit ist traditioneller geraten, Brians Stimme klingt deutlich kräftiger, der Sound ist einen Tick wärmer und erdiger - und meiner Meinung nach wartet „Black Ice“ mit einem typischeren AC/DC-Groove auf als „Ballbreaker“ oder „Stiff Upper Lip“. Die Jungs hätten für meinen Geschmack ruhig mal öfter die Slide-Gitarre wie in ´Stormy May Day´ auspacken dürfen, und die tieferen Tonlagen am Anfang von ´Rocking All The Way´ stehen Brian Johnson absolut gut zu Gesicht. Zusammen mit dem Rose-Tattoo-mäßigen und eingängigen ´Anything Goes´ finden sich dann erstaunlicherweise doch so was wie kleine Überraschungsmomente.
Bei 15 Songs hätte man vielleicht hier und da das Tempo mal ein bisschen anziehen können, aber alles in allem bekommt der Fan genau das, was er erwartet, und das ist irgendwie beruhigend.


Andreas Himmelstein 8.0

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