ReviewAlbum des Monats

Band
BLACK STONE CHERRY 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #256 
Titel
Folklore And Superstition 
Erscheinungsjahr
2008 
Note
9.0 

Egal, wohin man schaut, egal, was man liest und hört: Die Kentucky-Bande BLACK STONE CHERRY wird - auch aus eigener Schuld - immer in die Southern-Rock-Schublade verfrachtet. Und NATÜRLICH verarbeiten die rootsbewussten Twens Einflüsse von Bands wie Lynyrd Skynyrd, ZZ Top oder den Allman Brothers, die auch alle brav im CD-Info genannt werden. ABER: Letzten Endes sind die nach ´ner Billig-Zigarrenmarke (!) benannten BLACK STONE CHERRY in erster Linie ein nicht gerade softer Hardrock-Act, der genau das fortsetzt, was spätestens seit den ganz frühen Neunzigern gar nicht mehr oder nur noch in äußerst bescheidener Qualität in die Regale gewuchtet wird. Dementsprechend muss man an dieser Stelle nämlich auch ganz andere Bands nennen, nämlich z.B. Badlands, Tangier, Company Of Wolves, Blue Murder, spätere Cinderella, Circus Of Power, Great White oder auch Tesla. Das Beste daran ist allerdings, dass man sich nicht dabei ertappt, nach der „Folklore And Superstition“-Rotation einen Klassiker aufzulegen. Man drückt lieber die Repeat-Taste, denn BLACK STONE CHERRYs Debüt-Nachfolger ist ein gefühlvolles, echtes, mit großartigen Hits versehenes Hammeralbum ohne einen einzigen Ausfall (bei insgesamt 13 Songs!), das in einer Reihe mit den großen Würfen des Genres steht. Highlights unter Highlights: das formidable Eröffnungs-Triple ´Blind Man´, ´Please Come In´ und ´Reverend Wrinkle´ sowie ´Things My Father Said´, die schönste Hardrock-Ballade seit Jahren.


Boris Kaiser 9.0

AMAZONEMPFEHLUNG