ReviewAlbum des Monats

Band
JOURNEY 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #255 
Titel
Revelation 
Erscheinungsjahr
2008 
Note
8.0 

(61:29)
Wenn man von den großen JOURNEY-Klassikern spricht, meint man die beiden Achtziger-Meilensteine „Escape“ und „Frontiers“, die beiden besten AOR-Alben aller Zeiten. Damals standen JOURNEY auf dem absoluten Zenit ihrer Karriere und waren zu Hause in den USA so unglaublich erfolgreich, dass sie kaum irgendwo anders auf Tour gingen. Das hat sich bis heute im Grunde nicht geändert, auch wenn Originalsänger Steve Perry die Band inzwischen gleich zweimal verlassen hat (zuletzt war er auf dem ´96er Comeback-Album „Trial By Fire“ zu hören) und es zumindest vereinzelte Europa-Abstecher gegeben hat.
„Revelation“ (produziert von Kevin „Maiden“ Shirley, der auch für „Trial By Fire“ verantwortlich war) präsentiert mit Arnel Pineda den dritten Perry-Nachfolger - und den besten. Arnel, der in einer JOURNEY-Coverband entdeckt wurde, gleicht dem großen Steve Perry stimmlich wie ein Ei dem anderen und singt die durchweg starken Songs genau so, wie man das in den Achtzigern von seinem legendären Vorgänger gewohnt war. Herrlich cheesige, aber absolut unwiderstehliche Melodic-Rocker wie ´Where Did I Lose Your Love´ (Highlight!), ´What It Takes To Win´, ´Wildest Dream´ oder ´Never Walk Away´ hätten auch auf „Escape“, „Frontiers“ oder dem unterbewerteten „Raised On Radio“ (1986) stehen können, und ´After All These Years´ ist der definitive Nachfolger für die wohl großartigste JOURNEY-Ballade von allen, ´Faithfully´. Dafür, dass der Rock-Faktor trotzdem nicht zu kurz kommt, sorgen Supergitarrist Neal Schon und Ex-Wild-Dogs/Bad-English-Drummer Deen Castronovo, der (wie er regelmäßig live beweist) ja ebenfalls eine tolle, Steve-Perry-artige Stimme besitzt.
„Revelation“ ist genau das Album, das man von JOURNEY seit „Raised On Radio“ hören wollte. Besser kann man sich selbst nicht kopieren, authentischer die Uhr nicht zurückdrehen. Das ist nicht originell, motzt da jemand in der letzten Reihe? Mag sein - ist aber völlig egal. Weltklasse-AOR MUSS so klingen!


Götz Kühnemund 8.0

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