ReviewAlbum des Monats

Band
GRAND MAGUS 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #254 
Titel
Iron Will 
Erscheinungsjahr
2008 
Note
8.0 

DAS ist aber eine Überraschung! GRAND MAGUS aus Schweden gelten schon lange als Geheimtipp unter Doom- und Trad-Metal-Fans; dass sie aber mal ein „Album des Monats“ abliefern würden, war bislang eher unwahrscheinlich (auch aufgrund der Kompetenz diverser Kollegen, die ja gerne mal mit dem Arsch auf ihren Ohren..., Verzeihung). Nun ist es also geglückt. „Iron Will“ streichelt die Ohren (nicht den Arsch) all derer, die Black Sabbath mit Dio für das Nonplusultra im Heavy Metal halten. Doomige, schwere, soundtechnisch astreine Riffs treffen auf melodischen, majestätischen, souveränen Gesang, der dieses typische Dio-Pathos transportiert, ohne eine Kopie zu sein. Janne Christoffersson klingt von der Stimmfärbung her ganz anders als der kleine Sangesgott mit der Regenbogen-Lyrik, aber er dürfte die gleiche Zielgruppe ansprechen. Seine Gitarrenarbeit ist zudem so sehr von Iommi in der Dio-Ära inspiriert, dass man unweigerlich an „Heaven And Hell“ und „Mob Rules“ denken muss, obwohl GRAND MAGUS deutlich simpler und straighter agieren. Abwechslungsreichtum und Dynamik sind trotzdem garantiert, so dass man sich „Iron Will“ am liebsten am Stück anhört - auch weil die Qualität der neun Songs „nach hinten hin“ noch zunimmt.
Klassischer, melancholisch eingefärbter Metal also, der von der Atmosphäre her in den Doom-Bereich fällt, aber weit darüber hinausreicht. Sollte jeder Metal-Maniac gehört haben - außer beinharten Speed-Freaks.


Götz Kühnemund 8.0

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