ReviewAlbum des Monats

Band
AIRBOURNE 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #253 
Titel
Runnin´ Wild 
Erscheinungsjahr
2008 
Note
9.0 

(36:43)
Das Album des Monats kommt von einer australischen Newcomer-Band, die viele von euch längst auf dem Schirm haben (wie die letzten Poll-Ergebnisse zeigten). AIRBOURNE haben die Energie der jungen AC/DC, die rotzige Attitüde von Rose Tattoo und die charmante Unbekümmertheit von Motörhead. Ihre Einflüsse, so Sänger und Leadgitarrist Joel O´Keeffe, »stammen aus einer Ära, die etwa mit der Gründung von Metallica endet und nicht beginnt«. Old-School-Hardrock an der Grenze zum Metal, AC/DC-Riffs mit rauen, packenden Vocals, klassisches Songwriting mit großartigen Refrains - kurz: No-Bullshit-Rock´n´Roll ist angesagt. Immer auf dem höchsten Intensitätslevel rausgehauen, immer ansteckend, immer begeisternd. Neben den offensichtlichen Paten AC/DC und Rose Tattoo fallen einem auch sofort Namen wie Rhino Bucket, The Poor oder New American Shame ein - wobei AIRBOURNE anscheinend das bessere Timing erwischt haben. Die nicht weniger beeindruckenden genannten Bands waren Kritikerlieblinge und Insidertipps, konnten aber keine nennenswerten Verkaufserfolge feiern. The Poor und New American Shame lösten sich daraufhin schnell wieder auf; Rhino Bucket waren zumindest zwischenzeitlich lange von der Bildfläche verschwunden.
Was AIRBOURNE angeht, so hat man jedoch das Gefühl, dass diese junge, hungrige Band genau zum richtigen Zeitpunkt in die Szene kracht. Das „Momentum“ ist stärker als bei allen anderen AC/DC-Erben der letzten 20 Jahre, und mit Roadrunner haben die Jungs die richtige Firma im Rücken.
Deswegen - und weil an „Runnin´ Wild“ wirklich ALLES stimmt - bin ich mir sicher, dass AIRBOURNE in der Kategorie „Newcomer 2008“ so durchstarten werden wie Volbeat im letzten Jahr. Es liegt was in der Luft: ein gigantischer Brocken Hardrock, gegen den keine Abwehrraketen helfen. Zieht euch warm an, und heizt eure Boxen vor!


Götz Kühnemund 9.0

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