ReviewAlbum des Monats

Band
SOLITUDE AETURNUS 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #236 
Titel
Alone 
Erscheinungsjahr
2006 
Note
9.5 

(60:34)
Man hatte ja langsam schon den Glauben daran verloren, dass diese Platte jemals erscheint. Und jetzt diese Rückkehr! Schon das Cover ist so dermaßen Doom, mehr geht eigentlich gar nicht. Und gleich der neunminütige Opener ´Scent Of Death´ türmt sich wie ein wahres Monument vor dir auf. Oh mein Gott, diese Stimme! Diese Harmonien! Einfach überirdisch! Die Kombination von John Perez´ Powerchords und Melodiegefühl und dem absolut einzigartigen Timbre von Robert Lowe ist schlichtweg unschlagbar. Aber SOLITUDE AETURNUS schreiben nicht einfach nur Songs. Sie erzählen Geschichten, legen dir ihr Seelenleben offen. Du tauchst in ihre Gedanken ein, lässt dich von der Musik führen, erschrickst manchmal vor den dunklen Welten, in die du gebracht wirst, um im nächsten Moment im herrlichen Land von Milch und Honig wieder zu erwachen.
Nehmen wir ´Tomorrows Dead´ als Beispiel: Der Track startet eigentlich relativ unspektakulär, das Basisriff erinnert ein wenig an den Song ´Black Sabbath´. Und gerade wenn du das Stück schon innerlich abgeschrieben hast, taucht ein Refrain auf, der nicht von dieser Welt ist und bei dem du nur noch niederknien und weinen möchtest. Einfach nur traurig-schön! Und dann diese Melodie von ´Essence Of Black´, die unweigerlich zu einer mentalen Erektion führt...
Ich verneige mich in Ehrfurcht vor dem Album des Jahres!


Frank Albrecht 9.5

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