ReviewAlbum des Monats

Band
IN FLAMES 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #225 
Titel
Come Clarity 
Erscheinungsjahr
2006 
Note
8.5 

(48:06)
Unabhängig davon, dass IN FLAMES mit ihrem Sound in den letzten Jahren Heerscharen von Bands beeinflusst haben: Alben wie „Whoracle“, „Colony“, „Clayman“, „Reroute To Remain“ oder „Soundtrack To Your Escape“ waren durch die Bank gut, aber richtige Killerqualitäten entwickelten Anders Fridén & Co. vor allem auf der Bühne, wo man mittlerweile eine dermaßene Macht ist, dass der Rest des abendlichen Billings eigentlich gleich in der Garderobe bleiben kann.
Hilfreich on stage: die große Ansammlung von Hits - die sich allerdings über sämtliche Alben der Schweden verteilen. Und genau da knüpft „Come Clarity“ an. Die mittlerweile achte Full-length-CD enthält nicht einen einzigen Langweiler; lediglich zum Schluss hin wird die Hook-Qualität ein wenig schwächer. Ansonsten ist „Come Clarity“ der Blueprint für eine Band, die ihre Stärken perfekt gebündelt hat. Mit ´Take This Life´, ´Leeches´, ´Vacuum´, ´Crawling Through Knives´ oder dem mit Female Vocals angereicherten ´Dead End´ hat man jede Menge typische Hits in petto, bei ´Reflect The Storm´ oder dem tollen Titelsong wird die Härte gekonnt zurückgefahren, ohne in cheesige Balladen-Abgründe abzurutschen, und ein Stück wie ´Scream´ übertrifft mit seiner Korn-Schlagseite mal eben das komplette aktuelle und reichlich schwache Album von Jonathan Davis und seinen Mannen.
Alles in Butter also? Nicht ganz: Die Produktion von „Come Clarity“ ist leider keineswegs „state of the art“, sondern klingt vor allem für eine so differenziert zu Werke gehende Combo wie IN FLAMES viel zu matschig und mittig. Schade, denn das kostet die ansonsten richtig geile Platte ´nen halben Punkt.


Boris Kaiser 8.5

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