ReviewAlbum des Monats

Band
ARCH ENEMY 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #220 
Titel
Doomsday Machine 
Erscheinungsjahr
2005 
Note
8.5 

(49:06)
Man kann es nicht oft genug sagen, und deshalb steht diese nicht neue Feststellung hier auch ganz am Anfang: Was ARCH ENEMYs Gitarrengespann Michael und Christopher Amott (Letzterer ist mittlerweile ja leider ausgestiegen) zu leisten im Stande ist, raubt einem auch auf Album Nummer sechs den kläglichen Restverstand. Die Klampfen killen auf „Doomsday Machine“ restlos alles und degradieren sowohl bei den Riffs als auch bei den schier famosen Soli die fast komplette Melodic-Death-Konkurrenz mal wieder zu austauschbarem Kanonenfutter. Kawumm - die Amotts ham´s halt drauf!
Das gilt im Übrigen auch für das Songwriting: Wenn ein höchst eingängiges, dabei trotzdem integres und nicht wie am Reißbrett komponiert wirkendes Stück wie ´Nemesis´ der Truppe nicht endgültig den Durchbruch auf breitester Ebene beschert, klappt´s wohl nie mehr. Überhaupt tönt „Doomsday Machine“ - ohne an Härte eingebüßt zu haben - wieder eine Spur eingängiger als der genauso gute Vorgänger „Anthems Of Rebellion“, wobei die Breaks nicht wirklich weniger geworden sind, sondern lediglich - zumindest für das Mainstream-Publikum - zugänglicher und versteckter erscheinen. Über allem thront selbstbewusster denn je Angela Gossow, deren fieses Gekeife mittlerweile zum Trademark geworden ist und die ihre Stimme zudem abwechslungsreicher denn je zum Einsatz bringt.
Melodic fuckin´ Death Metal zwischen Massen-Appeal, Zeitgeist sowie böser und progressiver Back-to-the-roots-Ballerei (´I Am Legend/Out For Blood´ - Killer!), perfekt in Szene gesetzt von Rickard Bengtsson (Produktion) und - natürlich - Andy Sneap (Mix). Schade nur, dass zumindest hinten raus zwei, drei Songs ein wenig unspektakulär vorbeirauschen...

Das sagt Daniel Erlandsson zum aktuellen Album:
»Jedes Album, das wir schreiben, ist eine Art Reaktion auf die Scheibe, die wir davor veröffentlicht haben. Wir bemerkten schon bei der Sammlung der Songideen für „Doomsday Machine“, dass die Stücke sehr vielfältig und sowohl in Bezug auf die Riffs als auch bezüglich der Drums sehr groovig klingen.«

RECORDING-LINE-UP 
Angela Gossow (v.)
Michael Amott (g.)
Christopher Amott (g.)
Sharlee D´Angelo (b.)
Daniel Erlandsson (dr.)

DISCOGRAFIE
Black Earth (1995)
Stigmata (1998)
Burning Bridges (1999)
Wages Of Sin (2002)
Anthems Of Rebellion (2003)
Dead Eyes See No Future (EP, 2004)
Doomsday Machine (2005)

DIE PATEN
Wer „Doomsday Machine“ mag, dürfte auch an den folgenden Bands Gefallen finden: In Flames, Dark Tranquillity, Soilwork, Children Of Bodom, Kreator, The Haunted, Slayer, At The Gates, Darkane, Edge Of Sanity


Boris Kaiser 8.5

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