ReviewAlbum des Monats

Band
AMON AMARTH 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #208 
Titel
Fate Of Norns 
Erscheinungsjahr
2004 
Note
8.5 

(40:14)
Fragt man AMON AMARTH-Fans nach ihren Lieblingssongs der schwedischen Wikingertruppe, nennen 90 Prozent Stücke wie ´Death In Fire´, ´Where Silent Gods Stand Guard´ oder ´Victorious March´. Also klassische Midtempo-Hymnen mit schönen Melodiebögen. Kein Wunder, dass sich AMON AMARTH auf ihrem neuen Album genau auf diesen Stoff konzentriert haben. Unter den acht Stücken gibt es keines, das man nicht als Hymne bezeichnen könnte.
Kollege Stappert hatte Recht, als er in seinem Studioreport im letzten Heft darauf hinwies, dass es kaum schnelle Stücke auf diesem Album gibt. Sänger Johan Hegg hatte aber ebenso Recht, als er in jenem Interview feststellte, dass schnelle Parts bei AMON AMARTH von jeher Seltenheitswert hatten. Denn bei dieser Band geht es primär um Stimmungen, die sie wie kaum eine andere kreieren kann. Nehmen wir ´Where Death Seems To Dwell´ als Beispiel: Der getragene Anfangspart versetzt den Hörer in die herrlichen Naturlandschaften Skandinaviens, die man förmlich vor sich sieht, bevor dann in der Mitte des Songs die Bolt-Thrower-mäßige Dampfwalze angeschmissen wird. Oder man höre das wundervolle Titelstück mit seiner ganzen Armada an Gänsehautmelodien. Oder ´Valkyries Ride´, einen Song, der dich förmlich über die Schlachtfelder der Nordmänner fliegen lässt. Das hat Klasse und Stil!
Einen einzigen kleinen Schönheitsfehler hat „Fate Of Norns“: Es hätte wirklich nicht geschadet, wenn zwischendurch zur Auflockerung mal wenigstens ein etwas garstigerer Kracher auftauchen würde. Ansonsten bietet diese Platte aber allerbestes Futter für die Horden der AMON AMARTH-Supporter, und es wäre keine Überraschung, wenn dem Quintett aus Stockholm mit „Fate Of Norns“ der endgültige Durchbruch gelingen würde.


Frank Albrecht 8.5

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