ReviewAlbum des Monats

Band
ARCH ENEMY 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #196 
Titel
Anthems Of Rebellion 
Erscheinungsjahr
2003 
Note
8.5 

(43:26)
Klammheimlich und ohne große Allüren haben sich ARCH ENEMY in den letzten zwei Jahren nach ganz oben gespielt. Und nicht nur in Kontinentaleuropa sieht es für das Quartett plus Steuerfrau Angela Gossow nach großer Ernte aus: In England wird man die gemeinsame Tour mit Nevermore headlinen, und in den USA gehört man zu DEN Metalbands der Stunde.
Der Druck dürfte im Vorfeld der Aufnahmen zur neuen Platte immens gewesen sein, was man "Anthems Of Rebellion" aber zu keiner Sekunde anhört. Im Gegenteil: Das 43-minütige Album - Songwriting-mäßig die erste wirkliche Zusammenarbeit von Angela und dem Rest der Band - drückt locker-flockig mal eben nahezu die komplette Death-Metal-Konkurrenz an die Wand, sollte aufgrund seines Abwechslungsreichtums und der einmal mehr grandiosen Gitarrenarbeit aber auch für Power- und Prog-Aficionados eine astreine Wertanlage darstellen.
Nackenbrecher wie ´Silent Wars´, ´We Will Rise´ oder ´Despicable Heroes´ walzen alles platt, werden von einer fast schon Soilwork-artigen Nummer wie ´End Of The Line´ aber perfekt aufgelockert. Die beiden Höhepunkte des 13-Trackers heißen allerdings ´Leader Of The Rats´ und vor allem ´Dead Eyes See No Future´ (wie auch?). Vor allem letztere Nummer dürfte schon in wenigen Wochen ein kleiner Genre-Klassiker sein und in jedem härteren Tanztempel zur Grundausstattung gehören. Hier tanzt der Bär, hier fegt der Mob - toll in Szene gesetzt von Ex-Sabbat-Gitarrist Andy Sneap, der mit den "Hymnen der Rebellion" einmal mehr beweist, dass er mittlerweile in der ersten Reihe der Knöpfchendreher angekommen ist.
Logisches Fazit: "Anthems Of Rebellion" ist der erwartete und erhoffte Kopfknacker und erscheint in der Erstauflage als Doppel-CD mit fünf (Jewel-Case) bzw. sechs (Digipack) Bonustracks. Yippieh!


Boris Kaiser 8.5

AMAZONEMPFEHLUNG