ReviewAlbum des Monats

Band
DEW-SCENTED 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #176 
Titel
Inwards 
Erscheinungsjahr
2002 
Note
9.0 

Nach dem starken dritten DEW-SCENTED-Longplayer „Ill-Natured“, der der norddeutschen Band den Ruf einbrachte, die „deutsche Antwort auf Death“ zu sein, durfte man gespannt sein, ob mit Album Nummer vier eine weitere Steigerung gelingen würde. Die Antwort: Ja, sie ist gelungen - und das liegt in erster Linie an Shouter Leffe Jensen, der sein hyper-aggressives Gebrüll auf „Inwards“ viel abwechslungsreicher gestaltet hat als früher. Die durch die Bank megastarken Riffs (Floryan Müller) halten dagegen das frühere (hohe!) Niveau, erinnern heutzutage aber etwas weniger an Chuck Schuldiner. Dafür sind deutliche Slayer-, At The Gates- und The Haunted-Einflüsse hinzugekommen, die genauso gut zu DEW-SCENTED passen. Apropos Slayer: Mit ´War Ensemble´ enthält ´Inwards´ ein überragendes Cover der vier Totschläger aus L.A., das auf meiner Promo-CD allerdings als „Japan-Bonus“ ausgewiesen ist. Hoffen wir, dass die Nummer auch auf der europäischen CD landet!
Unterm Strich muss man eindeutig feststellen, dass die für mich beste deutsche Death Metal-Band (die mit ihrem ´96er Debüt „Immortelle“ noch gnadenlos neben der Spur lag) einen weiteren Schritt nach vorne getan und ein absolutes Killer-Album eingespielt hat! Hier halten sich Aggression, Härte, Speed und Melodie perfekt die Waage - was nicht zuletzt auch an der druckvollen Produktion (Andy Classen) liegt. Ein echter Hammer!


Götz Kühnemund 9.0

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